Der Fall zeigt: wir müssen uns darauf einrichten, weitaus mehr Flüchtlinge aufzunehmen als in den vergangenen Jahren. Italien, das als sogenanntes sicheres Drittland eigentlich verpflichtet wäre, diesen Menschen Obhut zu gewähren, hat inzwischen vor dem Ansturm kapituliert. Die Festung Europa kann sich gegen das Elend der Welt nicht völlig abschotten. Es wird aber auch nicht möglich sein, allen Opfern der Gewalt im syrischen Bürgerkrieg und der Barbarei selbst ernannter Gotteskrieger im Nordirak bei uns eine neue Heimat zu bieten. Sinnvoll ist es schon gar nicht. Aber wir kommen nicht umhin, unsere Hilfe zu vervielfältigen.