KommentarKommentar zum Feinstaub Trauerspiel am Neckartor

Von Wolfgang Schulz-Braunschmidt 

Die Feinstaubbelastung am Neckartor muss endlich zurückgehen. Was das vom neuen Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn angekündigte Maßnahmenpaket zu bieten hat, muss sich noch zeigen. Ein Kommentar von Wolfgang Schulz-Braunschmidt.

Seit sieben Jahren geht die Feinstaubbelastung  in der  Umweltzone mit dem schrittweisen Verbot der roten und gelben Plakette zurück. Foto: dpa 9 Bilder
Seit sieben Jahren geht die Feinstaubbelastung in der Umweltzone mit dem schrittweisen Verbot der roten und gelben Plakette zurück. Foto: dpa

Stuttgart - Am Neckartor wird seit Jahren das gleiche Trauerspiel aufgeführt: Kaum hat ein Jahr begonnen, da ist  auch schon der Jahresgrenzwert für die    ­gesundheitsschädlichen Rußpartikel ­überschritten. Den „Rekord“ gab es im Jahr 2006, als die Feinstaub-Messlatte am Neckartor schon am 13. Februar fiel. In diesem Jahr wurde – ebenso wie 2012 – das gesetzlich gebotene Limit „erst“ am 16. März und damit so spät wie noch nie erreicht. Dieser „Fortschritt“ lässt sich aber keineswegs als Erfolg im Kampf gegen die winzigen Staub- und Rußpartikel verkaufen.

Seit sieben Jahren geht die Feinstaubbelastung in der Umweltzone mit dem schrittweisen Verbot der roten und gelben Plakette zurück – von 175 im Jahre 2006 auf 78 Tage im vergangenen Jahr. Damit ist die einst aberwitzig hohe Schadstoffbelastung aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie erlaubt. Es kann allerdings festgestellt werden, dass die Umweltzone Stuttgart allen Kritikern zum Trotz etwas, aber noch lange nicht genug gebracht hat.

Was das vom neuen Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn angekündigte Maßnahmenpaket zu bieten hat, muss sich noch zeigen. Allein das geplante und richtige Parkraummanagement für die gesamte Innenstadt dürfte aber kaum reichen, um die immer noch dicken Feinstaubschwaden zum Schutz der Gesundheit endlich unter den Grenzwert zu drücken.