Kommentar zum Streit beim DRK Ludwigsburg Kampf an allen Fronten

Von  

Der Dauerstreit zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat beim DRK-Kreisverband Ludwigsburg lähmt die Arbeit. Der Vorstand sollte dies nicht länger laufen lassen – so der Kommentar von Rafael Binkowski.

Der DRK-Kreisverband Ludwigsburg wird von ständigen Konflikten erschüttert. Foto: factum/Granville
Der DRK-Kreisverband Ludwigsburg wird von ständigen Konflikten erschüttert. Foto: factum/Granville

Ludwigsburg - Es wäre interessant zu erfahren, wie viel Geld die zahlreichen Prozesse vor dem Arbeitsgericht kosten, die der Geschäftsführer Manfred Hormann und der Betriebsrat anstrengen. Völlig unverständlich ist es etwa, gegen den ehemaligen Pressesprecher Arnim Bauer in die zweite Instanz zu ziehen. Die absehbare Niederlage erhöht die Kosten dieses völlig unsinnigen Rechtsstreits weiter. Es ist bezeichnend, dass der offizielle DRK-Anwalt Achim Lacher diesen Prozess nicht führt.

Das Arbeitsklima treibt Mitarbeiter zur Konkurrenz

Auch für den Streit zwischen zwei Rettungsdienstmitarbeitern hätte es andere Wege gegeben als die fristlose Kündigung. So ging dem DRK ein weiterer qualifizierter Mitarbeiter verloren. Die Reihen lichten sich vor allem bei den dringend benötigten Rettungsassistenten und Notfallsanitäter. Das ist auch zum Teil dem allgemeinen Fachkräftemangel geschuldet. Doch das Arbeitsklima im DRK-Kreisverband treibt zusätzlich Mitarbeiter zur Konkurrenz – die inzwischen über die Hälfte aller Fahrten im Kreis Ludwigsburg übernimmt.

So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Die Schuld für die Eskalation liegt nicht nur auf einer Seite, die Fronten sind festgefahren. Allerdings trägt der Geschäftsführer Manfred Hormann nicht gerade zur Entspannung bei. Ständig Prozesse anzustrengen, ist jedoch keine Lösung – das schreibt der Arbeitsrichter den Parteien ein ums andere Mal ins Stammbuch. Der ehrenamtliche DRK-Vorstand sollte dies nicht mehr einfach so laufen lassen.