Das Stuttgart Festival am Freitag abzubrechen, war die richtige Entscheidung, kommentiert Jan Georg Plavec. Und: Der an sich triste Messeparkplatz hat als Veranstaltungsort einen unschätzbaren Vorteil.

Digital Desk: Jan Georg Plavec (jgp)

Stuttgart - Sicherheit geht bei Open-Air-Veranstaltungen vor. Niemand will, dass wie beim Southside-Festival 2007 ein Mensch von einer umherfliegenden Stange getötet wird oder dass es auf der Messe zu Szenen wie beim belgischen Festival Pukkelpop kommt, wo 2011 ein Sturm fünf Menschenleben forderte. Damals waren die Unwetter stärker als der Sturm, der über Stuttgart hinwegfegte.

 

Dennoch mussten die Veranstalter auf Nummer sicher gehen – zumal Zelte und andere Aufbauten nur bis Windstärke 8 zugelassen sind. Auch das Publikum ist zu loben: die Mehrzahl verließ das Gelände verständnisvoll und geordnet, einige Besucher halfen sogar beim Abbau. Großer Vorteil des Messeparkplatzes: wäre tatsächlich ein Gewitter über das Gelände hereingebrochen, hätten sich die Besucher in den Messehallen sammeln können. Das macht die (ansonsten gut kaschierte) triste Atmosphäre dieses Ortes mehr als wett.

Bei einer hoffentlich folgenden zweiten Auflage des Festivals sollten die Veranstalter dafür sorgen, dass zentrale Durchsagen anders als am Freitag auch wirklich zu allen Besuchern durchdringen. Ansonsten ist die Premiere gelungen – und der spätere Beginn am Samstag sogar angenehmer als die ursprünglich angepeilte Mittagszeit.
 

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