Kommentar zum Zeltdorf Stadt schafft klare Verhältnisse

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Dem unerlaubten Zelten im Schlossgarten wird ein Ende bereitet. Das war längst fällig, meint die StZ-Autorin Christine Bilger.

Lokales: Christine Bilger (ceb)
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Stuttgart - Die Meinung der meisten Stuttgarter Bürger zum Zeltdorf im Schlossgarten hat längst nichts mehr mit ihrer Haltung pro oder contra Stuttgart 21 zu tun. Sie stören sich daran, wie sich die Projektgegner in den Anlagen breitgemacht haben. Die Stadt und das Land hatten bisher immer gegenseitig aufeinander verwiesen, wenn es darum ging, wer dem unerlaubten Campen der Stuttgart-21-Gegner ein Ende setzen könnte. Nun hat die Stadt als zuständige Ordnungsbehörde gehandelt. Ihre Verfügung setzt dem ein Ende, was eigentlich ohnehin verboten ist.

Mit dem Aus für das Zeltdorf wird nun ein Konfliktherd im Park entschärft. Wenn die Bauarbeiten weitergehen, hätte hier zusätzliche zu den von der Polizei erwarteten Protesten Unruhe gedroht. Auch sind nicht alle Bewohner der Zelte aus politischen Gründen geblieben - um ihre Form des zivilen Ungehorsam auszuüben. Im Umfeld hatten vielmehr Obdachlose und auch Drogenhändler sowie andere Straftäter einen Platz gefunden. Die Polizei war zwar präsent. Sie konnte aber nur selten eingreifen – erst dann, wenn Straftaten geschahen. Das ändert sich nun mit der Verfügung der Stadt. Damit hat der Schwebezustand im Schlossgarten ein Ende. Eine widerrechtliche Situation, die sich dort nach eineinhalb Jahren etabliert hat, können die Behörden nicht auf Dauer dulden.

(Text wurde upgedatet um 13.38 Uhr)

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