Kommentar zur Mückenplage in BW Mücken sind jetzt nicht mehr nur ärgerlich – sondern auch teuer

Nicht mehr nur ein Ärgernis, sondern ein negativer Wirtschaftsfaktor: Stechmücken Foto: imago /Heinz Krimmer

Die aktuelle Mückenplage kostet Lebensfreude und Geld – genau wie der Klimawandel. Dagegen kann und muss man etwas tun, kommentiert unser Redakteur.

Digital Desk: Jan Georg Plavec (jgp)

Der Sommer 2024 lehrt uns, dass selbst juckende Mückenstiche mit dem Klimawandel zu tun haben. Wer jetzt empört aufstöhnt, man solle aus einer Mücke jetzt bitte keinen Elefanten machen, sollte Richtung Bodensee oder Oberrhein blicken. Dort sind die Milliarden von Insekten nicht bloß ein Ärgernis, sondern ein Problem für die Wirtschaft und die Gesundheit: Sie vertreiben Touristen und können Tropenkrankheiten übertragen. Das wird in den kommenden Jahren häufiger vorkommen als bisher.

 

Im eigenen Garten kann jeder selbst etwas gegen Stechmücken tun. In Gewässernähe nicht. Derzeit verwandeln Insektenschwärme nur schwedische oder kanadische Ufer in saisonale No-Go-Areas.


Am Bodensee ist es so schlimm (noch?) nicht. Doch 2024 ist nicht der letzte Hochwassersommer; auch Mückenplagen werden häufiger. Betroffene Gemeinden sollten den Kampf dagegen trotz zusätzlicher Kosten zu ihrer Aufgabe machen, gerade im feuchtwarmen Südwesten. Keiner hat ein Interesse daran, dass Urlauber aus schierer Angst vor zu vielen Mücken woanders hinfahren.

Der Klimawandel und die Anpassung daran kosten Geld und Lebensfreude. Im Fall der Mücken gibt es immerhin erprobte Mittel, auch wenn sie in der aktuellen Ausnahmesituation an Grenzen stoßen. Die Menschen sind also nicht ohnmächtig, der Kampf ist nicht verloren. Das gilt übrigens genauso für den Klimawandel.

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