Kommunalwahl im Rems-Murr-Kreis Zahlreiche Rathauschefs zieht es in den Kreistag

Auch der Waiblinger Oberbürgermeister Sebastian Wolf möchte in den Kreistag. Foto: Gottfried Stoppel

Eins ist vor der Kreistagswahl jetzt schon so gut wie sicher. Zahlreiche (neue) Rathauschefs werden in das Gremium einziehen. Vor allem zwei politische Gruppierungen haben die Spitzenplätze ihrer Listen für sie reserviert.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Polizisten, Gartenbautechniker, Ingenieure, Weingärtner, Versicherungskaufmänner oder -frauen, Krankenpfleger oder Bestatter – die Zusammensetzung des aktuellen Kreistags in Bezug auf die hauptberufliche Tätigkeit ist das, was man gemeinhin als bunt gemischt bezeichnet. Eine „Spezies“ indes sticht heraus: die der Bürgermeister.

 

Zwei Listen sind besonders auffällig

Das wird sich vermutlich auch im neu zu bestimmenden Gremium nicht ändern, denn parteiübergreifend zusammengezählt sind es 28 aktuelle oder ehemalige Rathauschefs oder zumindest in führenden Positionen der Kommunalverwaltungen Tätige, die sich auf ein Mandat bewerben. Dem überwiegenden Teil ist der Einzug in den Kreistag fast sicher, weil sie auf den vorderen Plätzen der jeweiligen Listen der Parteien oder Wählervereinigungen platziert sind.

Besonders auffällig ist das bei den Freien Wählern. In acht von zwölf Wahlkreisen ist jeweils Platz eins mit einem Rathauschef besetzt, hinzu kommen vier zweite und ein dritter Platz. Bei der CDU sind es immerhin fünf erste und zwei zweite Ränge.

Neu ins Gremium drängt es am 9. Juni etwa den Waiblinger Oberbürgermeister Sebastian Wolf, den Alfdorfer Bürgermeister Roland Krötz (beide CDU), die Bürgermeisterinnen Astrid Loff (Schwaikheim), Patrizia Rall (Allmersbach), Sabine Welte-Hauff (Aspach) sowie ihre Kollegen Holger Niederberger (Berglen) und Kai-Uwe Ernst (Auenwald, alle Freie Wähler) sowie Daniel Bogner (Weissach, FDP/FW) Benedict Paulowitsch (Kernen, SPD) und Michael Clauss, Kaisersbach (parteilos, FDP-FW). Nach einer Pause zieht es auch Jürgen Kiesl (Leutenbach, CDU) zurück ins Gremium .

Nur zehn Kommunen entsenden keine Spitzenkräfte

Insgesamt sind aus den 25 kleineren Gemeinden 14 Rathauschefs am Start sowie in drei Gemeinden zwei Beigeordnete und ein Ex-Bürgermeister. Von den sechs Oberbürgermeistern der Großen Kreisstädte haben sich zwei gegen eine Kandidatur entschieden: Gabriele Zull (Fellbach) und Bernd Hornikel (Schorndorf). Sonst üben sich nur acht Kommunen in Enthaltsamkeit: Burgstetten, Kirchberg, Korb, Plüderhausen, Spiegelberg, Sulzbach, Urbach und Winterbach.

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