Kommunalwahl in Kirchberg Neue Liste will mehr Frauenpower

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Um mehr Frauenpower in das Kirchberger Kommunalparlament zu bringen, hat Gudrun Wilhelm mit ihrem Gemeinderatskollegen Günter Wolf eine neue Kandidatenliste gegründet. Je zur Hälfte besteht sie aus Frauen und Männern.

Die Kirchberger haben dieses Mal zwischen  mehr Gemeinderatskandidaten als bisher die Wahl. Foto: Pascal Thiel
Die Kirchberger haben dieses Mal zwischen mehr Gemeinderatskandidaten als bisher die Wahl. Foto: Pascal Thiel

Ein bisschen mehr Power für Kirchberg“, das wünscht sich Gudrun Wilhelm für die kleine Kommune an der Murr. Damit meint die Gemeinderätin, die seit 1994 für die Bürger Union Kirchberg (BUK) im Kommunalparlament sitzt, vor allem mehr Frauenpower. Deswegen hat sie zusammen mit ihrem Fraktionskollegen Günter Wolf eine neue Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl gegründet: die Freie Liste Kirchberg.

Für mehr Frauen in Kommunalpolitik

Auf dieser ist Günter Wolf keineswegs der Hahn im Korb unter lauter Frauen. Fifty-fifty ist die Aufteilung mit je sieben Kandidatinnen und Kandidaten. „Damit ist sie quasi eine Bilderbuchliste, ganz so wie es landespolitisch gewünscht ist“, sagt Wilhelm. Als Präsidentin des Vereins Politik mit Frauen – der ebenfalls noch nicht lange besteht, erst seit vergangenem Jahr – ist es ihr ein Anliegen, den Frauenanteil in der Politik zu erhöhen. Für ihr Engagement in dieser Sache hat sie voriges Jahr bereits den Leader-Preis der ALDE-Fraktion (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) im Ausschuss der Regionen im europäischen Parlament erhalten, mit dem liberaldemokratische Regional- und Kommunalpolitiker ausgezeichnet werden. Der Hintergrund für die neue Liste seien also keineswegs irgendwelche Streitereien innerhalb der BUK. „Wir wollen einfach total neue Wege beschreiten und dafür alte Gleise verlassen“, erklärt Wilhelm.

In wenigen Wochen Kandidaten angeworben

Dafür konnten sie und Wolf in kürzester Zeit zwölf Mitstreiter gewinnen. „Die Idee eine neue Kandidatenliste zu gründen entstand am 15. Februar, und bereits am 3. März hatten wir sie aufgestellt und fristgerecht auf dem Rathaus eingereicht“, berichtet Wilhelm. Das Besondere daran ist, dass außer ihrem und Wolfs Namen nur neue darauf zu finden sind von Kirchbergern, die bisher noch gar nicht kommunalpolitisch aktiv waren: Harald Lindmayer, Simone Schneider-Seebeck, Michael Frey, Aytin Bollinger, Klaus Schwaderer, Regina Bäucker, Roderich Sigler, Alexandra Kotschner, Werner Klotz, Natalija Wohnhaas, Michael Seefeldt und Anita Kroll.

Von den bisherigen drei Gemeinderatsfraktionen, zu denen neben der BUK auch die Unabhängige Bürgerschaft Kirchberg (UBK) und Gesundes Gemeinwesen Kirchberg (GGK) gehören, treten weitestgehend alle Gremiumsmitglieder erneut zur Wahl an. Lediglich Christhild Schenk und Helmut Riegraf (beide UBK) sowie Beate Faißt (GGK) kandidieren nicht mehr.

Der dienstälteste Gemeinderat Kirchbergs hingegen, Manfred Rommel, der bereits 34 Jahre aktiv ist, stellt sich auch dieses Mal wieder für die BUK zur Wahl.