Kommunalwahl in Stuttgart 2024 Freie Wähler mischen Liste neu
Die Freien Wähler stellen vier von 60 Stadträten. Auf Platz vier strebt ein früherer Bürgermeister ins Stuttgarter Stadtparlament.
Die Freien Wähler stellen vier von 60 Stadträten. Auf Platz vier strebt ein früherer Bürgermeister ins Stuttgarter Stadtparlament.
Die Freien Wähler (FW) im Stuttgarter Gemeinderat haben zur Kommunalwahl am 9. Juni im nächsten Jahr auf den aussichtsreichen Listenplätzen auch Neulinge aufgenommen. Rose von Stein aus Stammheim, seit dem Jahr 2011 Mitglied der aktuell vierköpfigen Fraktion und seit dem Tod des Fraktionschefs Jürgen Zeeb die Vorsitzende, führt die Liste an.
Auf Rose von Stein folgt Alex Brodbeck, der als Agraringenieur und Landwirt im Bezirksbeirat Möhringen viele Jahre Sprecher der FW-Fraktion gewesen ist. Heute ist er dort beratendes Mitglied für die Landwirtschaft. Auf Platz drei folgt der Stadtrat und Stuckateur Michael Schrade aus Weilimdorf. Neu auf Listenplatz vier ist Joachim Wolf aus dem Stuttgarter Westen. Der promovierte Sportwissenschaftler ging im Frühsommer 2023 nach 16 Jahren als Bürgermeister in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) in den Ruhestand. Zur Regionalwahl steht Wolf auf Listenplatz zwei hinter dem Wirtschaftsingenieur und FW-Kreisvorsitzenden Andreas Lorey.
Platz fünf und sechs folgen mit Gerhard Veyhl, Handwerksmeister aus Bad Cannstatt, und Ilse Bodenhöfer-Frey, Betriebswirtin aus Hedelfingen. Beid sind alte Bekannte, sie fanden sich auf der FW-Liste von 2019 mit ähnlicher Platzierung. Platz sieben ging an den Ökonomen Harald Bosch aus Stuttgart-Vaihingen, Platz acht an die Hoteldirektorin Elisabeth Berger aus Stuttgart-Mitte. Beide sind erst seit dem vorigen Jahr Mitglied bei den Freien Wählern. Platz neun geht an den Berufssoldaten Björn Schwarze aus Bad Cannstatt, zehn an den Physiker Wolf Wölfel aus Obertürkheim. Die beiden aktuellen Stadträte Jörg Sailer und der Co-Fraktionsvorsitzende Konrad Zaiß finden sich auf den Listenplätzen 39 und 44, der FW-Ehrenvorsitzende Peter Aichinger auf Platz 60. Die Mitgliederversammlung nominierte auch gleich die hohe Zahl von zehn ersatzweise Kandidierenden.
Der Anspruch zur Kommunal- und Regionalwahl im nächsten Jahr ist gleichwohl vergleichsweise bescheiden. „Unser Ziel ist es, an frühere Wahlerfolge anzuknüpfen“, so der Kreisvorsitzende Andreas Lorey. Im Gemeinderat strebe man einen fünften Sitz an, in der Regionalversammlung zwei Mandate.
Insgesamt haben die Freien Wähler ein Drittel aller Listenplätze mit Frauen besetzt, jeder der 23 Stadtbezirke sei mit mindestens einer Kandidatin oder einem Kandidaten vertreten.