Kommunikationswissenschaft Die Macht der Begriffe

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Wer sagt was auf welchem Weg zu wem mit welchem Effekt? Damit beschäftigt sich die Kommunikationswissenschaft seit Jahrzehnten. Warum sie die Leitwissenschaft unserer Zeit ist – und kaum einer es bemerkt hat.

Man kann nicht nicht kommunizieren – ständig sind wir im Kontakt mit anderen Menschen, senden Signale  und erfassen Informationen und Zusammenhänge. Foto: sebra/Adobe Stock
Man kann nicht nicht kommunizieren – ständig sind wir im Kontakt mit anderen Menschen, senden Signale und erfassen Informationen und Zusammenhänge. Foto: sebra/Adobe Stock

Stuttgart - Wer die Begriffe besetzt, besetzt die Köpfe – hat Heiner Geißler gesagt. Der 2017 verstorbene CDU-Politiker gab als Generalsekretär den Scharfmacher, als Politrentner wurde er zum Mediator und Stuttgart-21-Schlichter. Politik war für Geißler zuallererst Kommunikation – aber nicht um des Kommunizierens willen. Es ging ihm richtigerweise um die passenden Bilder und Worte. Denn Politik braucht nicht nur Kommunikation, sie ist Kommunikation. Mit den Worten von Gerhard Schröder: „Zum Regieren brauche ich ‚Bild‘, ‚Bams‘ und Glotze.“