Ein Treffen von 50 US-Botschaftern findet in Stuttgart statt, es soll wenig Aufsehen erregt werden. Jetzt nennt EUCOM Einzelheiten, was besprochen wurde.
Nachdem unlängst 50 Botschafter in den Patch Barracks in Stuttgart-Vaihingen zusammengekommen waren, herrschte zunächst Rätselraten: Das United States European Command (EUCOM) legte bei dem Treffen größten Wert auf Diskretion. Jetzt wird klar, was bei der diesjährigen „Chief of Mission Conference“ besprochen worden war.
Hochrangige US-Vertreter vor Ort
Wie EUCOM jetzt mitteilte, zählten zu den Konferenzteilnehmern hochrangige Vertreter des Hauptquartiers des Kommandos, der nachgeordneten Kommandos und des US-Außenministeriums, darunter US-Botschafter und Geschäftsträger. Welche genau, wurde nicht verraten.
Thematisch sei es unter anderem um „die Vision des US-Verteidigungsministeriums zur Lastenverteilung in Europa“ und nächste Schritte im Ukraine-Krieg gegangen. „Es ist unerlässlich, dass unsere europäischen Verbündeten die Hauptverantwortung für die Verteidigung auf dem europäischen Kontinent übernehmen“, wird General Alexus G. Grynkewich, Kommandeur des US European Command, zitiert.
Mit Blick auf die Sicherheitskonferenz in München, die nächste Woche veranstaltet wird, ist dies womöglich ein Indiz dafür, dass die USA den Kurs, den sie außen- und sicherheitspolitisch seit der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump eingeschlagen haben, fortsetzen wollen: Von Europa wird mehr eigene Verteidigungsfähigkeit gefordert.
Die US-Botschafter waren im Pullman-Hotel in Stuttgart-Vaihingen untergekommen. Viel Aufsehen sollte nicht erregt werden: Die Polizeipräsenz war überschaubar, abgeriegelt wurde nichts. Die Diplomaten wurden dann unter Militär-Aufsicht trossweise von Vans und Bussen in die Patch Barracks befördert, wie zu beobachten war.