Die Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose für 2024 deutlich ab. Statt 1,3 Prozent Wachstum werden nur noch 0,2 Prozent erwartet.

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2024 deutlich abgesenkt. Laut dem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Jahreswirtschaftsbericht wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 Prozent erwartet, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin sagte. In ihrer im Oktober vorgelegten Herbstprojektion war die Bundesregierung noch von einem möglichen Wachstum von 1,3 Prozent in diesem Jahr ausgegangen.

 

Rückgang der Verbraucherpreise

Wie Hebestreit weiter ausführte, wird bei der Teuerung der Verbraucherpreise ein Rückgang erwartet. Die Inflation dürfte demnach auf 2,8 Prozent sinken. Im Jahr 2023 hatte die Inflationsrate bei 5,9 Prozent gelegen.

Zudem könne in diesem Jahr von steigenden Reallöhnen ausgegangen werden, die zu einem wachsenden Binnenkonsum führten, sagte Hebestreit weiter. Gleichwohl befinde sich die deutsche Wirtschaft weiter in schwierigem Fahrwasser, fügte er hinzu und verwies unter anderem auf die Krisen in Nahost und in der Ukraine. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) stellt den Jahreswirtschaftsbericht am Nachmittag der Öffentlichkeit vor.