Konzepte für den Vaihinger Markt Bisher nicht mehr als Worthülsen

Warum setzt die Stadt am Vaihinger Markt nicht Dinge um, die einfach und kostengünstig sind? Foto: Archiv Sandra Hintermayr

Die Stadt feilt noch immer am Konzept, wie der Markt in Stuttgart-Vaihingen attraktiver werden könnte. In den Überlegungen der Verwaltung steckt bisher allerdings kein einziges konkretes Projekt. Das ist keine große Hilfe, kommentiert unsere Autorin.

Familie/Bildung/Soziales: Alexandra Kratz (atz)

Vaihingen - Haben Sie das verstanden? Die Verwaltung spricht von einem „Zwischenstand des Umsetzungskonzepts“, einer „möglichen Ausrichtung von Erstmaßnahmen“ und einem „fachlichen Austausch über einen vorgestellten Umsetzungsbaustein“. Im Fokus stehe „die Stärkung der Aufenthalts- und Erlebnisqualitäten im öffentlichen Raum“. Bitte was? Und wie genau soll der Vaihinger Markt jetzt attraktiver werden?

 

Händler und Gastronomen wollen Taten sehen

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Stadt Stuttgart schon seit Jahren. Und es scheint, als seien die Fachleute noch nicht wirklich vorangekommen. Bisher ging es immer nur um „Markt“-Forschung, und das im wahren Wortsinn. Es gab immer wieder Umfragen, Rundgänge, Planungswerkstätten und Arbeitskreise.

Doch in den Worthülsen der Verwaltung steckt bisher kein einziges konkretes Projekt. Dabei haben die Einzelhändler und Gastronomen die drängendsten Missstände längst klar benannt. Sie wollen endlich Taten sehen – in Form von kleinen Maßnahmen, die zeigen, dass endlich etwas vorangeht: ein Wasserspiel auf dem Markt, auf dem es einst einen Brunnen gab, eine bequeme Bank oder vielleicht auch das eine oder andere Spielgerät. Solche Dinge wären vergleichsweise schnell zu realisieren, würden nicht so viel kosten, dafür aber vielleicht Laufkundschaft bringen. Dann hätte die Verwaltung Zeit, weiter an ihrem großen Konzept zu feilen und die notwendigen Schritte wie Immobilienankäufe in die Wege zu leiten.

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