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Konzerttipps für Stuttgart Die besten Konzerte der Rest-Woche

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Die Konzertwoche beginnt diesmal erst am Mittwoch. Aber kein Ding: Wir gehen am Mittwoch ins Ex-Schocken, blicken gespannt auf das Gastspiel von Kakkmaddafakka, freuen uns auf das Pop-Freaks-Wochenende - und empfehlen eine Fahrt nach Nürtingen. Warum, steht hier.

Kakkmaddafakka sind am Donnerstag im Wizemann - mit ihrem neuen, etwas weniger aufgedrehten Album. Weitere Konzerttipps gibts in der Fotostrecke. Foto: L.R. Fotografie 5 Bilder
Kakkmaddafakka sind am Donnerstag im Wizemann - mit ihrem neuen, etwas weniger aufgedrehten Album. Weitere Konzerttipps gibt's in der Fotostrecke. Foto: L.R. Fotografie

Stuttgart - Ein bisschen random ist das, zugegeben, aber de facto beginnt die Konzertwoche erst am Mittwoch. Montag und Dienstag war fast Funkstille, weshalb wir auch erst jetzt verraten, was sich unserer Meinung nach besonders lohnt. Ätsch.

Am Mittwoch könnte man zum Beispiel in den Ex-Schocken / Club Zwanglos, wo sich die Mittwochs-Konzertreihe mittlerweile schön etabliert hat. Oft gibt's die Kombi "Band von außerhalb auf Tour plus lokaler Support". Warum auch nicht, mittwochs findet sich öfter mal ein Loch im Tourkalender. Diese Woche ist das bei Art Against Agony so, einer Melodic-Metal-Band mit angeschlossenem Künstlerkollektiv und mit Guy-Fawkes-Maske. Support kommt von Syrence aus Stuttgart, Motto: "klassischer Heavy Metal der 80er direkt in unsere Zeit". Samt haarigem Schlagzeuger oben ohne!

 

Die Alternative dazu wäre ein Besuch im Galao bei dem Multiinstrumentalisten Peter Finc. Auch sehr fein!

Am Donnerstag ist dann zum einen die vorgezogene Release-Party von Jah Schulz, dem neuen Stern am Stuttgarter Dub-Himmel. Darüber haben wir hier separat geschrieben und empfehlen wärmstens den Besuch.

Zum Zweiten sind Kakkmaddafakka in der Stadt. Die waren zuletzt 2016 im Wizemann zu sehen, jetzt sind sie wieder da. Interessant an dem Gig ist, dass "KMF" sich jetzt erwachsener geben, die (gelungene) neue Single ist auch wesentlich ruhiger als die Teenie-Partymucke, die man bisher mit den Norwegern verbindet. Als Vorband sind außerdem Stuttgart's finest Eau Rouge gebucht. Ja, man darf gespannt sein!

 

Für die Freunde "kleiner" Konzerte hält der Donnerstag natürlich auch wieder vieles bereit. In der Fetzerei in Hoheneck ist das Pulsar Trio zu Gast - mit Sitar. Baby Kreuzberg spielt in seiner Lieblingsbeize, dem Anker Bernhausen, Lagerfeuerlieder. Im Kap gibt's Brass Music mit Fezzmo und im 1. Stock Stuttgart-Schweizerische Americana mit Candyass. Ashika spielt im Westquartier und das Popbüro stellt im Keller Klub bei der Musikladen-Reihe zwei neue Bands vor: Sonni Fäsh und Tonimpuls. Wobei Erstere auch schon etwas größere Bühnen bespielt haben. Voilà Stuttgarts nächste Antiheld:

 

Dann ist Freitag und somit Wochenende. Auf das Konzert von Lachs&Lemke in der Milchbar Kirchheim haben wir hier bereits hingewiesen. Deshalb schnell weiter ins Merlin, wo - unser erster Tagestipp - das Pop-Freaks-Festival ins zweite Wochenende geht. Diesmal auf der Bühne: Ankathie Koi aus Oberbayern / Wien. Die studierte Jazzsängerin macht Achtziger-Dancepop mit gelegentlichen Ausflügen in Beats, die eher aus den Neunzigerjahren kommen.

Vielleicht ist ja das Ergebnis des Abends, dass die Österreicher nicht nur weinselig leiwand sind, sondern sogar Dance Music können?

 

Das Konzert von Glashaus im Wizemann ist schon ausverkauft, deshalb gleich zum letzten Tagestipp für Freitag: Tales of Murder and Dust im Komma. Die spielen Psychedelisches aus allen Genres, lassen den Synthesizern Platz und den gedämpften Trommeln auch, ehe ein schüchterner Gesang ins Bild huscht. Wirklich gut!

Drei weitere Gigs haben wir am Freitag im Block, die natürlich ebenfalls lohnen: The Kolors sind im Cann die besseren Tokio Hotel, in der Luke Ludwigsburg gibt's Deutschpop mit Lupid und Die Siffer feiern im Café Provinz in Marbach Plattentaufe - und nennen den Abend sympathischerweise auch so. Video oder so gibt's nicht, aber einen älteren Livemitschnitt samt Songtext:

 

Für Samstag hätten wir natürlich das Weekend-Konzert empfohlen. Machen wir auch, ist aber halt ausverkauft. Für das Pop-Freaks-Konzert von Peter Muffin und Crush im Merlin gibt's noch Karten. Und das lohnt sich natürlich, weil Muffin sein neues Album samt selbst ausgemalten Plattencovern dabei hat. Crush: auch toll. Und hier das Peter-Muffin-Video:

 

Ebenfalls empfehlenswert: Kill Valmer im Kap Tormentoso. Warum? Weil's die letzte Show der Punkrocker ist. Also jetzt hin oder nie!

Ein tolles Booking hat auch das Provisorium in Nürtingen im Köcher: Caspian Sea Monster. Die Chemnitzer Indie-Rocker sind derzeit mit ihrem Debütalbum auf Tour, veröffentlicht bei Stargazer Records. Ein bisschen denkt man da an The National:

 

Ansonsten führen am Samstag Sirom aus Slowenien im Lab faszinierende Klangexplorationen zwischen Folk und Experimantal auf, Lupid ziehen auf ihrer "Überall Daheim Tour" von der Luke Ludwigsburg weiter ins Galao und im Club Zentral spielen Crimson Death sowie Surface allerschauerlichsten Dark Metal.

Gloryhammer, die am Sonntagabend im Cann auftreten, haben eine unterhaltsamere Variante dieser Spielart im Programm, nämlich "Heroic Fantasy Power Metal". Die Website spricht Bände. Ebenso wie Linus Volkmann, der das aber im Merlin auf seiner Lesetour tut. Volkmann lebt von den Absonderlichkeiten des Popzirkus, die er aufspießt wie nur wenige andere hierzulande. Versprochen wird "eine multimediale Gala voller Spaß und Krawall".

 

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