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Aktueller Live-Kalender für Stuttgart Pop macht keine Pfingstferien

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Während halb Stuttgart im Urlaub ist, wird auf den Konzertbühnen von Stadt und Land ein regelrechtes Pop-Feuerwerk abgebrannt. Hier stellen wir die Highlights für die laufende Woche vor.

Erstes Hochfest für Popfans diese Woche: das Konzert von Fenster in Esslingen. Weitere Konzerttipps zeigt die Fotostrecke. Foto: Promo 8 Bilder
Erstes Hochfest für Popfans diese Woche: das Konzert von Fenster in Esslingen. Weitere Konzerttipps zeigt die Fotostrecke. Foto: Promo

Stuttgart - Wenn die Woche erst am Dienstag beginnt, kann unsere Konzertvorschau auch erst ab Mittwoch gelten. Ist auch noch nicht so schrecklich viel passiert seit Pfingstmontag, zumindest konzertmäßig. Der Mittwoch lässt sich auch eher ruhig an. Wobei Fewjar schon schöne Musik machen. Klingt ein bisschen nach MGMT und sieht im Video auch so aus. Stuttgart ist übrigens Auftakt der Deutschlandtour zum neuen Album. Fürs Mittwochskonzert im Galao ist der Songwriter Christopher Paul Stelling gebucht.

Der Donnerstag ist das wahre Hochfest der Woche für Popfans. In der Dieselstrasse in Esslingen sind Fenster zu Gast. Die haben kein neues Album dabei, sondern die alten, bei Morr Music veröffentlichten. Das ist bemerkenswert, weil Morr sich sonst eher auf isländische Bands spezialisiert und Fenster aus D/F/USA sind. Am wichtigsten: sie machen fantastische Musik.

 

Ebenfalls fantastisch: The Wave Pictures. Die sind in Stuttgart und Umgebung erfreulicherweise Stammgäste und gelten als Band für Musiker. Wer Szenepublikum zählen will, sollte am Donnerstag also ins Merlin:

 

Empfehlenswerte Alternativen dazu: The Devil and the Almighty Blues im Goldmark's und Unheilig im Wizemann - Letzterer nicht zuletzt deshalb, weil er doch eigentilch gar nicht mehr auftreten wollte? Vielleicht doch lieber Folk vor den Treppen am Wilhelmspalais - schließlich gibt's insgesamt vier Singer/Songwriter zu erleben, darunter Olaf Caarls und Dominique Fricot.

Konzerte am Wochenende

Und schwupps ist Freitag und Blumfeld spielen in der Manufaktur. In Originalbesetzung!, wie Werner Hassler nicht müde wird zu betonen. Das ist aber auch was Feines. "Jenseits von Jedem" zumindest ist ein herrliches Stück Deutschpop, textlich gerade noch vor Jochen Distelmeyers Drift in Richtung Blumen und Bienen. Schade nur, dass es kein Video zu "Jugend von heute" gibt!

Ebenfalls super: Los Santos. Das Quartett bringt sein neues Album raus, "Space Rangers Vol. 2". Musikalisch gibt's weiterhin Tex-Mex, Coversongs und Eigenes gemischt. Erstere können mit dem Weltall-Dreh ganz schön aufgegriffen werden, eine Spacemania gab es schließlich schon in den Sechzigern. Musikalisch ist das weiter schön eingängig und nicht mal so arg ironisch:

 

Im Keller Klub gibt's alternativ die guten Scenic Route to Alaska. Die haben ein hübsches Wrestling-Video gemacht und sind ansonsten tief im Indie-Rock verwurzelt. Wird sicher auch ein schönes Konzert!

Und dann sei natürlich noch das Play-Live-Festival vermerkt. Die erste Runde steigt am Freitag und Samstag im LKA. Entdecken kann man da zum Beispiel am Freitag Where Eternity Ends aus Stuttgart mit ihrem Screamo/Post-Hardcore/Metal-Mix und am Samstag tritt unter anderem Inkfields auf, den wir in unserer Videorubrik schon gefeiert haben.

Konzerte am Samstag

Am Samstag haben wir dann als Schmankerl die Teflon-Fonfara-Geburtstagsparty im Programm. Fonfara ist ein regelrechter Tausendsassa: hat im Radio "Frau Kächele" produziert und macht heute eher spirituelle Sachen. In den Neunzigern hatte er einen Techno-Charthit, in den Achtzigern machte er Wave mit der Band Frauenklinik und in den Siebzigern Teil einer Krautrockszene. Vor zwei Jahren wurde ein Album aus dieser Zeit wiederveröffentlicht. Bei der Geburtstagsparty im Krummbachtal gibt's eine Mischung aus alledem, mit Livemusik und Techno-DJs, hin und zurück fährt ein Shuttlebus. Mehr Infos stehen hier.

Alles andere wirkt dagegen geradezu eindimensional: im Bix spielen Marz und die Bixtie Boys, im Keller Klub Skassapunka (keine Genrebeschreibung nötig!) und im Zentrum Zinsholz steigt das Dirty South Rockout (auch keine Genrebeschreibung nötig!).

Drei weitere Tipps: Them Fleurs spielen im Galao angenehmen Pop für die große Alpenszenerie, Django 3000 tanzen in der Rosenau auf Bairisch und im Blauen Haus Böblingen spielen Vona Bunt und Miricalls.

Am Sonntag gibt's zwei gegensätzliche Angebote: einmal Alexander Knappe (X-Factor) im Wizemann und Joel Sarakula im Indiewohnzimmer Heslach. Sarakula wurde sonst auch schon im Galao gesichtet (und in Reiner Bockas Wohnung). Infos und Anmeldung hier

 

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