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Konzerttipps für Stuttgart im Oktober Musik mit der Generation Y

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Im Oktober geben die Konzertveranstalter in und um Stuttgart so richtig Gas. Uns sind viele Ys im Konzertprogramm aufgefallen - und auch einige versteckte Perlen. 

Auffallen muss man, deshalb schreiben sich Wunderkynd mit Y. Machen aber auch gute Musik. Foto: Promo
Auffallen muss man, deshalb schreiben sich Wunderkynd mit Y. Machen aber auch gute Musik. Foto: Promo

Stuttgart - Endlich ist wieder Herbst, jetzt so richtig, und wir hoffen, dass Sie, liebe Leser, viel Platz im Konzertkalender haben. Denn der Oktober wird ram-mel-voll, es gibt ganz viele Bands mit einem Y im Namen, eine (fast) neue Location zu bestaunen und auch der Ausflug raus aus dem Stuttgarter Kessel lohnt diesen Monat außerordentlich.

Das geht schon am 1.10. los, wo man zum Beispiel mal nach Filderstadt-Bernhausen schauen könnte. Dort spielt Fast Eddy Wilkinson feinsten Blues nicht in Gänsehaut-, sondern Gasthausatmosphäre. Was für sich schon einen Blick wert ist. Wer noch nie im Gemeindehaus Birkach war, könnte zum Konzert von Lokalmatador Tobias Dellit schauen. Hundreds erinnern mit ihrem Video daran, dass bald wieder Winter ist. Wo man dann wieder über den kalten Parkplatz in die Manufaktur Schorndorf spazieren muss.

Wem das alles zu weit ist: Kaufmann Frust stehen am 1.10. auch schon wieder auf der Bühne, diesmal mit Nightingales im Schocken. Im LKA gibt's Rock'n'Roll mit The Bones samt Vorprogramm. Auch aus Schweden: Andreas Moe, der im Club Cann spielt und sich publicitymäßig geschickt an Avicii rangeschmissen hat. Letzter Tipp für diesen doch recht vollen Donnerstag: Larissa Rieß de White im Merlin, übrigens bei freiem Eintritt. Wir stellen uns jetzt mal vor, wie diese Art von Musik im Merlin wirkt: 


Und dann ist der Freitag vor dem Nationalfeiertag, was feiermäßig zumindest für Clubgänger nix bringt. Aber hier geht's ja um Musik, zum Beispiel Vierkanttretlager im Keller Klub. Die Band hat ein schönes, norddeutsches Video draußen (Sturm, Regen vs. Sonne, melancholischer Text auf Akustikklampfe). Im Wizemann gibt's am 2.10. die hiermit zu den offiziellen Editors-Nachfolgern erklärten Grave Pleasures (hier der Grund). Ruffiction rappt in der Schräglage über Fäuste in die Luft und Schüsse in die Luft, das ist was für Hafti- und Aggro.TV-Fans.

Nicht ganz so evil geht's im Laboratorium zu, wo Distance, Light & Sky auftreten. Wem das nix sagt: das ist ein Act um den Walkabouts-Songwriter Chris Eckman und klingt so. Ebenfalls am 2.10.: Schrottgrenze im Schocken, die bereits in der Stuttgarter Zeitung für ihren bescheuerten Bandnamen gedisst wurden. Und dann gäb's noch Bob Wayne, auf dessen Myspace-Seite sich ein wunderbares Foto von ihm findet. Ja, für dieses Servicestück scannen wir sogar alle Myspace-Seiten der genannten Künstler. 

Am 3. Oktober empfehlen wir die Reise nach Esslingen, wo das Label Treibender Teppich einige seiner Bands vorstellt. Das Label ist hübsch DIY und hat lokale Größen wie Levin goes lightly, JFR Moon und All diese Gewalt im Programm. Seit neuestem auch eine Band, die nicht aus Stuttgart kommt: Fabian aus Hypezig, produziert von Max Rieger. Klingt fantastisch, wir durften schon reinhören: typischer Milberg-Sound, offene Strukturen, Indie und Pop mit sehr markanter Sängerin, bisschen noisig auch noch. Also die spielen da, außerdem JFR Moon und Levin goes lightly. Das Ganze findet im Maille-Park in der Esslinger Innenstadt statt, Beginn 20 Uhr, Eintritt frei.


Ebenfalls am 3.10: Oddisee im Keller Klub (wurde von der Schräglage verlegt), immer noch "etwas Underground ... trotz iTunes Music Award für das 'beste Hip-Hop/Rap Album 2012'”, wie es im Pressetext heißt. Im HipHop ist man ja lieber als jemals zuvor true und gar nicht Pop, geschweige denn HipHop, sondern Rap, also da darf man noch hin - das soll uns der Text sagen. 

Im Lab sehen wir derweil einen, der seit 47 Jahren auf der Bühne steht: Guru Guru. Eigentlich darf man nach so einer Lebensleistung in Rente gehen. Macht Guru Guru aber nicht. Sondern stellt sich in wilder Kostümierung auf die Bühne. Skandiert Texte, dass Die Säulen des Kosmos neidisch werden (und ohne Rednerpult). Jedenfalls eine echte Empfehlung! Und auch im Galao werden wir auf einen Trip in die Zeit von vor ungefähr 45 Jahren mitgenommen, nämlich von Charles Howl


Ein treuer Leser weist uns außerdem noch auf Golden Kanine im Zwölfzehn hin. Die sind natürlich super!

Auch der Sonntagabend hat noch was zu bieten: den Rapper Fabian Römer Im Wizemann und eine Runde Emergenza-Festival im Keller Klub.