Kool Savas in der Porsche-Arena Stuttgart Der König der schnellen Silben

Von Thomas Morawitzky 

„Stuttgart ist auf jeden Fall eine echte Rapstadt, Alter!“ Diese Worte findet der Berliner Rapper Kool Savas am Mittwochabend für die Schwaben. Bei einem Konzert hat der Schnellsprecher vor allem mit seinem Bühnenbild aufgetrumpft.

Der berliner Rapper Kool Savas bezeichnet sich selbst als den King of Rap. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt 7 Bilder
Der berliner Rapper Kool Savas bezeichnet sich selbst als den King of Rap. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Stuttgart - Das Hallenlicht erlischt, nur harte weiße Strahler bleiben, eine Reihe über der Bühne. Dann sagt eine Frauenstimme, freundlich, drei Mal: „Liebes Publikum, die Show beginnt in Kürze. Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein und schalten Sie Ihre Kackmobiltelefone aus.“ Bestuhlt ist die Porsche-Arena natürlich nicht, am Mittwochabend, aber abgehängt. Mehr als 2500 Menschen stehen dort, und der Ton ist nun gesetzt für das Konzert von Kool Savas, den Rapper, der die schlimmen Worte nicht scheut, sondern hart und schnell mit Ihnen wirft.

Gettoblaster als Bühnenbild

Kool Savas ist für viele der König der deutschen Rapper. Seine Silben tanzen auf den Beats, fantastisch schnell, trocken, eine zornige Sprachmelodie. Er rapt: „Ich sag Future, Ihr sagt Rama. Futurerama!“ Die HipHop-Hände gehen auf und ab, die Köpfe nicken. Das Publikum braucht keine Aufforderung, es kennt seinen Part, geschlossene Chöre rufen die Zeilen. Kool Savas bedankt sich: „Is Ok, damit können wir arbeiten, Bruder!“ Auf einem großen Gettoblaster thront der DJ, davor steht der Mann mit der schwarzen Mütze, steigt mit den alten aggressiven Stücken in sein Konzert ein. Das melodischere, doch bissigere Material, die Pyroeffekte - sie kommen später. Kool Savas weiß längst:„Stuttgart ist auf jeden Fall eine echte Rapstadt, Alter!“