Kooperationsprojekt von Stadt und VfL Waiblingen Pläne für eine Sportkita

Von Annette Clauß 

Bewegung soll groß geschrieben werden in der Kita, welche die Stadt Waiblingen plant. Als Kooperationspartner hat sich der VfL Waiblingen ins Spiel gebracht, der in seinem Vereinsgebäude ein Bewegungskompetenzzentrum einrichten will.

Die Zahl der jungen Waiblinger steigt und steigt – gleich mehrere neue Kitas sind in Planung. Foto: dpa/Monika Skolimowska
Die Zahl der jungen Waiblinger steigt und steigt – gleich mehrere neue Kitas sind in Planung. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Waiblingen - Die Stadt Waiblingen wächst. Und wächst. Und wächst. Es ist noch keine zehn Jahre her, da machte man sich Gedanken darüber, wie die Stadt in Zukunft ihre Einwohnerzahl stabil halten könnte. Die Zahl der Geburten pendelte damals zwischen rund 450 und knapp 500 jährlich. Die Geburtenzahl ging dann in den folgenden Jahren stetig nach oben, 2019 erblickten 620 Waiblinger Kinder das Licht der Welt. Und es ist nur eine Frage von relativ kurzer Zeit, bis die Eltern Kitaplätze für ihre Knirpse brauchen, wobei die bestehenden Einrichtungen in der Kernstadt bereits jetzt komplett ausgelastet sind. Es müssen also neue her. Welche das sein werden, darüber hat die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr kürzlich den Gemeinderat informiert.

VfL Waiblingen als Partner

Für Sportbegeisterte könnte die Kindertageseinrichtung interessant sein, welche die Stadt in der Schorndorfer Straße unweit des Freibads bauen wird. Angesichts der steigenden Kinderzahlen soll dort nicht – wie ursprünglich geplant – eine Interimskita, sondern eine dauerhafte Einrichtung mit vier Gruppen entstehen. Diese soll ein Sportprofil bieten, das Konzept will der VfL Waiblingen umsetzen. Geplant sei „täglich ein intensives Bewegungsprogramm“, erläuterte Erika Schwiertz, die Leiterin des Fachbereichs Bildung und Erziehung. Der Verein wolle sein Vereinsgebäude zu einem Bewegungskompetenzzentrum für Kinder entwickeln, wovon nicht nur die Sportkita, aber auch andere Kitas profitieren sollen.

Im Trend liegen laut Christiane Dürr auch naturpädagogische Angebote. Zum Naturkindergarten Waldmühle in der Kernstadt, der kürzlich in Betrieb gegangen ist, soll sich in Zukunft noch ein weiterer in der Ortschaft Bittenfeld hinzugesellen. Bereits zum neuen Kindergartenjahr 20/21 will der Wurzelino Naturkindergarten loslegen, er bietet zehn Plätze für Kinder ab drei Jahren und weitere fünf Plätze für Kinder ab zwei Jahren. Die Stadt gibt einmalig rund 52 000 Euro für die Erstausstattung des Kindergartens – einen Bauwagen mit Schlafmöglichkeiten und ein WC-Häuschen mit Komposttoiletten – und einen jährlichen Zuschuss für den Betrieb von 133 000 Euro.

„Bauernhof-Kita“ mit Gemüsegarten

Ebenfalls in diesem Jahr soll eine „Bauernhof-Kita“ mit Gemüsegarten und Kleintieren ihre Türen öffnen. Die auf einem Hofgrundstück bei Hohenacker geplante Einrichtung bietet Platz für zehn Kinder ab drei und fünf Kinder ab zwei Jahren sowie verlängerte Öffnungszeiten plus Mittagessen an. Wegen des hohen Bedarfs startet die Kita aber zunächst mit 20 Plätzen für Kinder ab dem Alter von drei. Die Stadt unterstützt den Betrieb der Bauernhof-Kita mit rund 158 000 Euro.




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