Korb Der wilde Ritt vom Hanweiler Sattel

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Der SC Korb hat sein Sommerfest mit einem Downhill-Rennen auf der vereinseigenen Strecke kombiniert. Die rasanten Fahrten und spektakulären Sprünge der Teilnehmer ließen den Zuschauern den Atem stocken.

Solche Sprünge kommen beim Publikum natürlich besonders an. Foto: Horst Rudel
Solche Sprünge kommen beim Publikum natürlich besonders an. Foto: Horst Rudel

Korb - Ein Sackgassenschild an der Abzweigung des Waldwegs verkündet: „Frei bis Downhill-Rennstrecke“. Na, dann muss sie ja bald kommen, denkt sich der neugierige Schaulustige, der sein Auto unter den vielen anderen auf, vor, neben und hinter dem Wanderparkplatz am Hanweiler Sattel zwischen Korb und Winnenden-Hanweiler abgestellt hat.

Und tatsächlich hört man nach einigen Schritten jemand im Wald einen anderen anfeuern: „Los hau rein! Gib Gummiiii!“, schreit oberhalb des Waldwegs jemand. Sehen kann man ihn nicht, denn die dicht beieinander stehenden Bäume verdecken die Sicht. Dann sieht man jemanden in einem bunten Kittel auf seinem Fahrrad den steilen Buckel herabflitzen. Da also ist die Rennstrecke!

Amateure und Lizenzfahrer gehen an den Start

Nach dem Training am Samstag sind die rund 70 Teilnehmer am 4. Downhill-Rennen des SC Korb am Sonntag seit 13 Uhr dabei, in zwei Läufen die Sieger unter sich zu ermitteln. Je nach Alter und Können kommen die Fahrer – es sind deutlich mehr Männer als Frauen am Start – auf der Strecke daher. „Sie ist anspruchsvoll, aber nicht zu schwer“, sagt Matthias Bayer, der Abteilungsleiter Radsport beim SC Korb, der im Ziel die Zeiten notiert.

Rund 950 Meter lang ist die Bahn, die vom Sattel hinab in Richtung Hanweiler führt. Dabei geht es rund 120 Höhenmeter hinunter. Je nach Können lassen es die Teilnehmer krachen und bei manchem sträuben sich dem unbedarften Laien schon vom Zuschauen die Haare. Nicht nur die spektakulären Sprünge haben es in sich, auch die zum Teil ziemlich engen Haarnadelkurven sehen anspruchsvoll aus. Dabei nutzen die versierteren Fahrer die Böschungen wie Steilkurven.

Die Teilnehmer sind zwischen 14 und 40 Jahre alt

Es gibt verschiedene Klassen. Da geht es zum einen um das Alter, zum anderen um das Können. Die jüngsten Teilnehmer starten in der Junior-Klasse, es gibt Amateure und Lizenzfahrer. „Die Lizenz bekommt man, wenn man in einen Verein eintritt. Die Fahrer haben dann schon ein gewisses Level, um erfolgreich bei Rennen mitzumachen“, sagt Bayer.

In Korb sind am Wochenende Fahrer im Alter zwischen 14 und 40 Jahren auf die Strecke gegangen. Die Zuschauer, die zwischen Start und Ziel die Piste durch den Wald entlang pilgerten, bekamen spannende Darbietungen zu sehen. Und wer zwischendurch Hunger oder Durst verspürte, konnte sich auf dem Sommerfest des SC Korb am Wanderparkplatz stärken.




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