Korntal-Münchingen Stadt setzt Anreize für Solarspeicher

Von Franziska Meißner 

De - r Schutz des Klimas ist wichtig für die Stadt Korntal-Münchingen. Das sagt nicht nur der Bürgermeister Joachim Wolf, das zeigen auch zahlreiche Initiativen – etwa Energiesparprojekte an Schulen oder ein Wettbewerb für Klimaschützer.

Wer die flüchtige Energie vom Dach speichern will, der wird von der Stadt gefördert. Foto: dpa
Wer die flüchtige Energie vom Dach speichern will, der wird von der Stadt gefördert. Foto: dpa

Korntal-Münchingen - Der Schutz des Klimas ist wichtig für die Stadt Korntal-Münchingen. Das sagt nicht nur der Bürgermeister Joachim Wolf, das zeigen auch zahlreiche Initiativen – etwa Energiesparprojekte an Schulen oder ein Wettbewerb für Klimaschützer. Jüngst hat der Gemeinderat ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht. Damit sollen Speicherbatterien für Solarenergie gefördert werden.

Das Vorhaben fußt auf der Annahme, dass viele Besitzer von Solaranlagen gern ein Speichersystem für die gewonnene Energie installieren würden, um diese nachts oder bei wenig Sonnenschein nutzen zu können. Weil die Kosten, die mit dem Kauf der entsprechenden Batterien verbunden sind, jedoch häufig abschreckten, setzt die Stadt nun Anreize. Auf maximal 500 Euro beläuft sich die Zuwendung bei neuen Speicheranlagen. Das soll auch die Verluste ausgleichen, die mit dem Wegfall der KfW-Förderung vom Bundeswirtschaftsministerium verbunden sind. Rund 30 Prozent der Kosten für Solarspeicheranlagen hatten sich Hausbesitzer damit erstatten lassen können.

Einige Räte stellten in Frage, ob die geplante Förderung mit 500 Euro ausreicht, am Ende blieb es jedoch dabei. Die Mehrheit der Räte votierte für die Förderung, Gegenstimmen gab es bei den Freien Wähler und von der AfD. Der Förderungszeitraum ist auf das nächste Jahr begrenzt.

Einen weiteren Zuschuss, den die Verwaltung anbieten wollte, lehnten die Räte jedoch ab. Die Stadt hatte auch die Anschaffung von Pedelecs fördern wollen, „damit man auch in Korntal Fahrrad fährt“, wie es die Leiterin der Stabsstelle Umwelt-, Klima- und Naturschutz mit Verweis auf die unterschiedlichen Höhenlagen ausdrückte. Außerdem wolle man die Radwege nach und nach ausbauen.

Die Idee stieß jedoch auf Kritik. Martin Hönes (CDU) stellte in Frage, dass die Pedelecs dann auch genutzt würden. Hönes verwies auf die beiden E-Bikes, die die Verwaltung für die eigene Nutzung vor einigen Jahren angeschafft hat. „Die werden offenbar nicht so gut genutzt.“ Lugibihl wandte ein, dass eines davon künftig für die Mitarbeiter des Bauhofs zur Verfügung stehe, gab aber zu, dass bei der Nutzung „noch Luft nach oben“ sei. Auch Egon Beck von der SPD zweifelte am Sinn der Pedelec-Förderung. „Der Bedarf in der Bevölkerung besteht nicht.“ Wenn, dann würden die Elektroräder nur in der Freizeit genutzt.

Otto Koblinger (Freie Wähler) war der Meinung, wer ein Pedelec haben wolle, würde es so oder so kaufen. „Das muss man nicht zwangsweise fördern.“ Lediglich die Fraktion der Grünen sprach sich für die Pedelecs aus. Vielen fehle der Anreiz, ein solches Fahrrad zu kaufen, sagte Wolf Ohl. Auch in Hinblick auf das Verkehrsproblem könne eine Förderung hilfreich sein. Doch die Mehrheit lehnte den Antrag letztlich ab.




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