Vergangenen Mittwoch machten sich die Naturfreunde Kornwestheim zu Fuß auf den Weg zum Flugplatz Pattonville. Ziel war die Station Stuttgart der DRF Luftrettung, die dort ihren Standort hat.Bei einer Führung erfuhren die Naturfreunde viele interessante Einzelheiten über diesen Standort.

 


Die Station in Stuttgart wurde am 9. Juni 1989 durch die DRF Luftrettung am Flughafen Stuttgart in Betrieb genommen.
Der Rettungshubschrauber Christoph 51 ist seit dem 1. Oktober 2009 am neuen Standort Flugplatz Pattonville stationiert. Zum Einsatz kommt derzeit ein Hubschrauber des Typs H145 mit Fünfblattrotor der Firma Airbus Helicopters.
Einsatzzeit ist bislang von 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang.Im Jahr 2024 flog der Heli 913 Einsätze im Einsatzgebiet im Umkreis von 60 Kilometern, wobei er den Einsatzort in maximal 15 Flugminuten erreichen kann. Aufgaben sind Intensivtransporte im gesamten süddeutschen Raum, auch Einsätze in Österreich, der Schweiz und Frankreich sowie Notfalleinsätze in den Landkreisen Ludwigsburg, Rems-Murr, Heilbronn, Stuttgart, Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Esslingen, Pforzheim, Ostalb, Calw, Göppingen, Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb.
Personal sind Piloten der DRF Luftrettung, Notärzte des Klinikums Ludwigsburg und Notfallsanitäter der DRF Luftrettung. Es werden u.a. spezielle Transporte von Patienten mit Lungenversagen unter Beibehaltung der intensivmedizinischen Therapie durchgeführt. So können beispielsweise schwer kranke Patienten transportiert werden, die an eine sogenannte ECMO-Maschine (Extrakoprorale Membran-oxygenierung) angeschlossen werden müssen.
Seit dem 18. Oktober 2021 führt die Besatzung im Hubschrauber Blut- und Plasmakonserven bei ihren Einsätzen mit. Die schnelle Verfügbarkeit der Blutprodukte ist insbesondere für Notfallpatienten mit massivem Blutverlust entscheidend. In dieser Situation kann die Gabe von Blut- und Blutprodukten bereits am Einsatzort lebensrettend sein.
Auf die Frage, wie viele Leben durch den Einsatz des Heli gerettet werden konnten, konnte oder wollte man keine Aussage machen.
Jedoch hatten die Naturfreunde den Eindruck gewonnen, dass die Mannschaft von Christoph 51 schon stolz auf ihre Arbeit ist und unserer Meinung nach auch sein kann.

gez. Claus Kilgus

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