Akkordeon-Orchester der Städtischen Orchester Kornwestheim begrüßt das neue Jahr musikalisch

Passender hätte es nicht sein können: jüngst wurde das Akkordeon zum Instrument des Jahres 2026 gekürt. Das Tasteninstrument hat das Akkordeon-Orchester der Städtischen Orchester Kornwestheim bei seiner Neujahrs-Matinée am vergangenen Sonntag zu Beginn des neuen Jahres bestens präsentiert.

 

Äußerst vielfältig ist das Instrument und aus vielen Musikbereichen nicht mehr wegzudenken – so die Begründung der Wahl. Wie facettenreich das Akkordeon ist, davon konnten sich die Zuhörer, die trotz des Winterwetters zahlreich gekommen waren, im Haus der Musik eindrucksvoll überzeugen.

Nach der herzlichen Begrüßung von Michael Meyle, dem Vorsitzenden des Vereins, begann die musikalische Reise für das Publikum im Zeitalter des Barock, nämlich zu Zeiten des Komponisten Georg Friedrich Händel. Mit den „Händel Highlights“ präsentierten die Spieler unter Leitung von Yury Fedorov musikalische Glanzpunkte aus der „Feuerwerksmusik“, „Rinaldo“ und der „Wassermusik“. Das besondere an diesem Medley: die klassischen Melodien wurden mit modernen Stilelementen des Pop kombiniert – eine äußerst gelungene Symbiose.

Mit dem nächsten Stück reisten die Zuhörer über 100 Jahre weiter Richtung Gegenwart. „Der Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns lud die Gäste ein, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen. „Raten Sie mit, welche Melodien Sie melodisch welchen Tieren zuordnen können“, lud Michael Meyle das Publikum ein. Und das ist keinem schwergefallen. Gut zu erkennen waren zum Beispiel der Einzug des majestätischen Löwen, das chaotische Gegacker der Hühner und Hähne oder die sehnsüchtigen Klänge des schönen Schwans. Natürlich fehlten auch die vorlauten Zwischenrufe des Kuckucks nicht.

Ins frühe 20. Jahrhundert schließlich versetzten die bekanntesten und beliebtesten Stücke von Glenn Miller das Publikum im Anschluss. Wer kennt sie nicht, die unverwechselbaren Swing-Melodien des Bandleaders und Posaunisten: Little Brwon Jug, American Patrol oder den St. Louis Blues March. Auch in dieser Musikrichtung kann sich das Instrument des Jahres sehen lassen – das zeigte das eindrucksvolle Können der Spielerinnen und Spieler, die allesamt Jahrzehnte lange Spielerfahrung haben.

Dies honorierte das Publikum durch laute Zugabe-Rufe und kräftigen Applaus. Gerne kam das Orchester diesem Wunsch nach und der Walzer „Belle of the Ball“ von Leroy Anderson verabschiedete das Publikum äußert schwungvoll zum anschließenden Weißwurstfrühstück, bei dem noch lange gut gelaunt geplauscht und gelacht wurde.

Bianca Karchow

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