Kornwestheimer BMX-Pilotin Regula Runge bei Sturz schwer verletzt

Hofft auf eine baldige Rückkehr aufs BMX-Rad: Regula Runge Foto:  

Für die 17-fache Deutsche BMX-Meisterin vom SV Kornwestheim nimmt der 3-Nations-Cup im niederländischen Assen kein gutes Ende. Aufgrund der Zwangspause gehen ihr Punkte für die Olympia-Quali durch die Lappen.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Der Helm ist zerstört, der Nackenschutz ebenfalls, auch das Rad ist ramponiert. „Es hat extrem gescheppert“, berichtet Regula Runge. Und auch sie selbst ist nicht ohne Blessuren geblieben. Die BMX-Pilotin aus Reihen des SV Kornwestheim hat bei einem Sturz beim letzten Lauf zum 3-Nations-Cup im niederländischen Assen eine schwere Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch erlitten.

 

Starker Start, aber dann kommt es hinter ihr zum Crash

Die 17-fache Deutsche Meisterin startete stark und fuhr im ersten Wertungslauf der Klasse Elite Women auf Rang zwei über die Ziellinie. Im zweiten Rennen überholte die SVK-Fahrerin mit ihrer guten Kurventechnik zwei gleichauf liegende Gegnerinnen. Runge lag so auf dem aussichtsreichen dritten Platz. Dann passierte es: Die knapp hinter ihr fahrende Konkurrenz stieß zusammen, beide Pilotinnen stürzten. Bei diesem Sturz wurde Runges Hinterrad von einem umherfliegenden BMX-Rad touchiert. Sie hatte keine Chance auszuweichen und stürzte kopfüber mit hoher Renngeschwindigkeit ins nächste Hindernis. Sie wurde regelgerecht ausgeknockt.

Nachdem die Kornwestheimerin wieder zu sich gekommen war, stellte der Rennarzt eine Schlüsselbeinfraktur und eine Gehirnerschütterung fest. Diese Diagnose wurde anschließend nach weitergehenden Untersuchungen in der holländischen Klinik bestätig, weitere Kopfverletzungen wurden jedoch ausgeschlossen. Am Ende konnte sich Runge glücklich schätzen, dass ihr Helm, ihre Protektoren und ihre Muskulatur Schlimmeres verhindert haben. „Das ist BMX,“ meinte die beste deutsche Elitefahrerin, „ab und zu hat man eben Pech und wird vom Sturz anderer erwischt und kann nichts tun.“

Die geplanten Rennen fallen jetzt erst einmal aus

Die Rennfahrerin ist dennoch enttäuscht dass sie bei den geplanten vier Rennen in diesem Jahr beim Coupe de France in Besançon/Frankreich nicht starten kann und in der Schweiz Ende Oktober keine weiteren Weltranglistenpunkte für die Olympiaqualifikation sammeln kann. Zur Zeit steht sie auf Platz 55 der BMX-Weltrangliste und hofft, sobald wie möglich wieder auf dem Rad zu sein. Auch in Assen war es für die Championshipklassen Elite, U23 und Junior um Weltranglistenpunkte für die Olympischen Spiele 2024 in Paris gegangen. Insgesamt waren etwa 650 Fahrer am Start.

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