Kostenloses Kochprojekt für Schüler „Schlemmerbande“ startet erstmals im Schwäbischen Wald

Beim Kochkurs Schlemmerbande lernen die Kinder regionale Produkte kennen. Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Für Kinder, die gern kochen: Im Schwäbischen Wald startet ein kostenloses Projekt mit Profiköchen, Hofbesuchen und regionalen Lebensmitteln.

Rems-Murr: Chris Lederer (cl)

Mehl an den Händen, regionale Zutaten auf dem Tisch und Profiköche an der Seite: Im Schwäbischen Wald startet im Schuljahr 2026/27 erstmals die „Schlemmerbande“. Das kostenlose Kochprojekt des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald richtet sich an Kinder, die dann in die 5. oder 6. Klasse gehen.

 

An 16 Dienstagnachmittagen erleben die teilnehmenden Kinder, wie aus regionalen Zutaten Gerichte entstehen. Gekocht wird in professionellen Restaurantküchen am Hagerwaldsee in Alfdorf und Althütte-Waldenweiler. Die Termine sind jeweils dienstags von 15 bis 17.30 Uhr geplant. Die Teilnahme ist kostenlos.

Küchenprofis begleiten die Kinder

Begleitet wird die „Schlemmerbande“ von zwei Küchenprofis aus der Region: Kai Heinrich vom Gasthaus Lamm in Althütte-Waldenweiler und Fabian Hudelmaier von der Gaststätte Hagerwaldsee in Alfdorf. Sie geben ihr Wissen, ihre Leidenschaft für regionale Küche und ihr handwerkliches Können an die Kinder weiter.

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit regionalen Gastronomiebetrieben, der Meistervereinigung Gastronom e.V. (MVG), der AOK Baden-Württemberg sowie produzierenden Betrieben. „Mit der Schlemmerbande möchten wir Kindern einen positiven, praktischen und genussvollen Zugang zu Ernährung, regionalen Lebensmitteln und handwerklichem Kochen ermöglichen“, sagt Naturpark-Geschäftsführer Karl Diemer. „Gleichzeitig lernen die Kinder unsere Region, ihre Produkte und die Menschen dahinter kennen.“

Hofbesuche gehören zum Projekt

Die „Schlemmerbande“ setzt auf Lernen mit allen Sinnen. Die Kinder sollen gemeinsam kochen, Lebensmittel entdecken, deren Herkunft verstehen und gesunde Ernährung spielerisch erleben. Ergänzt werden die Küchenerlebnisse durch Hofbesuche bei regionalen Direktvermarkterinnen und Direktvermarktern sowie landwirtschaftlichen Betrieben. Dort sollen die Kinder unmittelbar erfahren, wie Lebensmittel produziert werden. Zugleich geht es darum, warum Regionalität, Nachhaltigkeit und Saisonalität eine wichtige Rolle spielen.

Bewerbung bis 19. Juli möglich

Neben dem Kochen und der Ernährungsbildung sollen die Kinder auch erste Einblicke in gastgewerbliche Ausbildungsberufe bekommen. Ziel des Projekts ist es, Freude an gesunder Ernährung zu fördern, Wertschätzung für Lebensmittel zu schaffen und regionale Identität erlebbar zu machen.

Bewerben können sich Kinder der 5. und 6. Klasse gemeinsam mit ihren Eltern bis zum 19. Juli über das Bewerbungsformular des Naturparks. Dieses kann per Post oder per Mail beim Naturpark eingereicht werden.

Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und die Regionalmarke „Natürlich. Von Daheim.“ Ansprechpartnerin beim Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald ist Raphaela Prodöhl, Projektmanagerin Bildung für nachhaltige Entwicklung.

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