Krankheitswelle in Friedrichshafener Kindergarten Die ersten Testergebnisse liegen vor

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Von einem Tag auf den anderen sind in einem Friedrichshafener Kindergarten fast zwei Drittel der Kinder krank gemeldet worden. Ist es ein neuer Corona-Hotspot?

In einem Kindergarten in Friedrichshafen fällt das Sandeln zwei Tage lang aus. Foto: dpa/Uwe Anspach
In einem Kindergarten in Friedrichshafen fällt das Sandeln zwei Tage lang aus. Foto: dpa/Uwe Anspach

Friedrichshafen - Die ungewöhnliche Erkrankungswelle an einem katholischen Kindergarten in Friedrichshafen hat offenbar nichts mit Corona zu tun. Einige Eltern hätten ihre Kinder mittlerweile testen lassen, sagte die Kirchenpflegerin der katholischen Gesamtkirchengemeinde, Ulrike Weiß. In keinem Fall habe sich der Verdacht auf das Virus bestätigt.

„Wenn es positive Befunde gäbe, lägen sie dem Gesundheitsamt inzwischen vor“, sagte der Sprecher des Landratsamtes Bodenseekreis, Robert Schwarz. Aus dem gesamten Landkreis sei am Dienstag lediglich eine Neuerkrankung gemeldet worden. Sie stehe in keinem Zusammenhang mit dem Kindergarten, sagte Schwarz. Eine generelle Anordnung von Tests habe das Gesundheitsamt nicht für nötig gehalten.

Die Erzieherinnen fühlen sich gut

Während sich die Gesundheitsbehörde betont gelassen gab, herrschte beim Träger Nervosität. Die Einrichtung werde am Donnerstag für Kinder ohne Symptome wieder öffnen, hieß es. Der Kindergarten war von der Kirchengemeinde zunächst für 48 Stunden vorsorglich geschlossen worden, nachdem am Montag plötzlich 40 von 67 Kindern wegen Husten, Schnupfen und Fieber abgemeldet worden waren. Auch die Mitarbeiterinnen seien mittlerweile vorsorglich getestet worden, sagte Weiß – erwartungsgemäß ohne Befund. Keine von ihnen hatte sich vorher krank gefühlt.

Dass sich in Kindergärten und Schulen während der Erkältungszeit die Reihen lichteten, komme vor. „Das war jetzt aber schon eine ungewöhnliche Infektionswelle“, sagte Weiß. Der Kindergartenträger bot besorgten Eltern an, etwaige Kosten für Coronatests zu übernehmen. Einige machten davon Gebrauch. Die entstandenen Kosten seien ziemlich uneinheitlich. Während manche Ärzte die Tests als Kassenleistung vornahmen, stellten andere 60 Euro in Rechnung. Ein Kinderarzt habe sogar 128 Euro privat abgerechnet, sagte Weiß.

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