„Krass nass!“ in Schorndorf Ein neuer Platz für die Wasserschlacht

Auch beim Probedurchgang vor der Aufzeichnung geht es feucht  zu. Foto: Eva Herschmann
Auch beim Probedurchgang vor der Aufzeichnung geht es feucht zu. Foto: Eva Herschmann

Der Tigerenten-Club sucht den „Krass nass!“-Champion 2021. Zum ersten Mal zeichnet der SWR seine Sommerspiele im Sportpark der SG Schorndorf auf. Und auch sonst gibt es bei dem Format einige Neuerungen.

Fellbach: Eva Herschmann (eha)
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Schorndorf - Laura Knöll, bisher bei „Die Sportmacher“ im Kinderkanal, kurz Kika, zu sehen, und Johannes Zenglein, der seit 2017 den Tigerenten Club moderiert, haben immer gute Laune. Das neu zusammengestellte Moderatoren-Duo der Kult-Kindersendung strahlt beim Testlauf am Montagvormittag in die Fernsehkameras. Bevor die Aufzeichnung der ersten von zehn Sendungen von „Krass nass!“, einem Ableger des Tigerenten Clubs mit feuchtfröhlichen Sommerspielen für den Nachwuchs, im Sportpark Rems in Schorndorf beginnt, gibt es einen Probedurchlauf mit den Testkindern Ayleen und Samu. Aber schließlich soll schon da die gleiche gute Laune rüberkommen wie nachher bei den Fernsehsendungen, die vom 30. August an – auch auf Youtube – zu sehen sind.

Der Sportpark der SG Schorndorf ist vollgepackt mit riesigen aufgeblasenen Spielgeräten. Es sieht ein bisschen aus wie ein Ninja-Warrior-Parcours mit allerlei zum Hangeln, Klettern, mit einem Bassin und Wasserrutschen, allerdings alles ganz weich und gut gepolstert.

Früher wurde im Göppinger Stauferpark gedreht

Der Aufbau ist für die sechste Auflage von „Krass nass!“, den Sommerspielen unter freiem Himmel. Vier Mal wurden die Sommerspiele mit viel Wasser, Schaum und jeder Menge Action im Stauferpark in Göppingen ausgetragen, in dem der Südwestrundfunk 23 Jahre lang, von 1996 bis 2019, auch den Tigerenten Club aufgezeichnet hat. Seit März 2020 wird die Kindersendung in den SWR-Studios in Baden-Baden gedreht, doch die nassen Sommerspiele brauchen eine Freiluftanlage und viel Freiraum. „Wir haben uns auf der Suche nach einem neuen Platz drei, vier mögliche Locations angeschaut, und hier in Schorndorf hatten wir alle gleich das Gefühl, dass es passt. Das grüne Umfeld hat uns sofort gefallen, und der Verein und die Stadt machen alles für uns möglich“, sagt Produktionsleiter Ralph Warth zufrieden.

Im vergangenen Jahr gab es wegen der Pandemie eine abgespeckte, coronakonforme Auflage von „Krass nass!“ mit Geschwisterpaaren, die in Mini-Wasserspielen in Stuttgart gegeneinander antraten. Auch dieses Jahr ist das Prozedere ein wenig anders als in den ersten vier Jahren. Zum einen sind die Spiele international. Die zehn Kinder, fünf Mädchen und fünf Jungs zwischen elf und 13 Jahren, kommen aus Baden-Württemberg, aber auch aus anderen Regionen in Deutschland sowie aus Österreich und der Schweiz. Beworben haben sich die sportlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Internet. „Wir haben uns rund 350 Bewerbervideos angeschaut, um unsere diesjährigen zehn Starter zu casten“, erzählt Peter Ulshöfer von der SWR-Redaktion. Und noch etwas ist neu. Während bei den „Krass nass!“-Sommerspielen sonst an jedem Wettkampftag Kinder ausscheiden, werden in Schorndorf die ersten neun Folgen von allen gemeinsam bestritten. Die zum Teil recht weite Anreise soll sich für die Kinder und ihre Familien schließlich auch lohnen.

Dem Sieger winkt ein Wochenende im Freizeitpark

Täglich gilt es deshalb für alle Mädchen und Jungen, schnell durch den immer wieder neu zusammengestellten Parcours zu kommen und dabei möglichst viele Punkte zu sammeln. Denn in Folge zehn steigt das Finale mit den vier besten Kindern, den zwei besten Mädchen und den zwei besten Jungs, die unter sich den „Krass nass!“-Champion 2021 ausmachen. „Als Siegerprämie winkt ein Wochenende mit der Familie in einem deutschen Freizeitpark“, verrät der Produktionsleiter. Schon seit vergangenen Mittwoch sind die Fernsehleute vor Ort. Zwei Tage lang wurden mit Luftpumpen und Muskelkraft die Spielelemente und der Pool im Sportpark aufgebaut. Am Montag haben die Aufzeichnungen begonnen, die noch die ganze Woche andauern werden. Aber bevor die erste Klappe fällt, düsen erst einmal Ayleen, die Tochter einer SWR-Mitarbeiterin, und ihr Kumpel Samu durch den Parcours – angefangen vom Schwimmen durch den Pool über die Fahrt durch Wasserfontänen mit dem Gokart bis zur nassen Wasserrutsche. „Das Format ist erfolgreich, das sehen wir an den Reichweiten“, erzählt Peter Ulshöfer. Ralph Warth ergänzt mit einem Grinsen: „So sauber wie bei uns hier kommen die Kids sonst ja auch nie vom Spielplatz.“

Tigerenten Club
 Der Tigerenten Club ist eine deutsche Fernsehunterhaltungssendung für Kinder. Sie wird schon seit 1996 vom Südwestrundfunk (SWR) für die ARD produziert und samstags und sonntags im Ersten sowie im Kinderkanal Kika ausgestrahlt. Sein Name leitet sich von der fiktiven Janosch-Figur Tigerente ab. Zwei Schulklassen treten jeweils an und wetteifern im Singen, Raten, Rennen, Hüpfen und Quizzen.

Krass nass!
  Die sogenannten „Tigerenten Club Sommerspiele“ sind ein Ableger des Tigerenten Clubs, die seit 2016 jährlich im Sommer von SWR und Kika produziert und ausgestrahlt werden.  




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