Krawalle bei Fußballspielen CDU-Generalsekretär fordert härteres Vorgehen gegen Hooligans

Von red/dpa/lsw 

Bei Ausschreitungen beim Relegations-Rückspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen waren am Sonntag 45 Menschen verletzt worden. Nun fordert der Landesgeneralsekretär Manuel Hagel ein härteres Vorgehen gegen Hooligans.

Bei Ausschreitungen beim Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen waren am Sonntag 45 Menschen verletzt worden. Foto: dpa 13 Bilder
Bei Ausschreitungen beim Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen waren am Sonntag 45 Menschen verletzt worden. Foto: dpa

Stuttgart - Nach den schweren Krawallen bei einem Fußballspiel in Mannheim fordert CDU-Landesgeneralsekretär Manuel Hagel ein härteres Vorgehen gegen Hooligans. Schon die Zugehörigkeit zu solchen Gruppen, das maskierte Auftreten als Hooligan und das Mitführen und Zünden von Pyrotechnik auf Großveranstaltungen müsse mit aller Härte bestraft werden - notfalls mit einem speziellen Straftatbestand. Hagel forderte am Dienstag in Stuttgart auch ein europäisches Register mit allen Straftaten und Anhängern der Szene.

Bei Ausschreitungen beim Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen waren am Sonntag 45 Menschen verletzt worden, darunter sechs Polizisten. Es gab nach Polizeiangaben vom Montag zehn Festnahmen und 24 Strafanzeigen. Das Spiel war wegen der Krawalle abgebrochen worden.

Bei Ausschreitungen in Stadien gibt es diverse mögliche Straftatbestände

Hagel bezeichnete Hooligans als „Terroristen in unseren Stadien“. Sie seien kleingeistig, unberechenbar und gemeingefährlich. „Hooliganterror ist die Pest für unsere Sportbegeisterten, unsere Familien und unsere Vereine“, sagte der CDU-Politiker. Er nehme massive und lebensbedrohliche Züge an. „Unser Rechtsstaat muss den Sport, seine echten Fans und Unterstützer, die Menschen in unserem Land, vor diesen Kriminellen bedingungslos schützen.“

Wie ein Sprecher der Polizei sagte, gibt es bei Ausschreitungen in Stadien schon diverse mögliche Straftatbestände. Dazu gehören etwa Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruch, Körperverletzungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen. Grundsätzlich sei in Fußballstadien keine Pyrotechnik erlaubt.