Der monatlich stattfindende Stöckach-Treff plant für Juni eine Kulturwanderung durch den Stadtteil.

Leben: Nina Ayerle (nay)

S-Ost - Viele kleine Lädchen, Ateliers und freischaffende Künstler gibt es rund um den Stöckach. Doch kaum einer weiß etwas davon. Das ist zumindest die Meinung der Mitglieder des Stöckach-Treffs. Einmal im Monat treffen sich seit rund zwei Jahren engagierte Anwohner im Stadtteilhaus, um Pläne für den Stadtteil zu schmieden. Im vergangenen Winter entstand bei einem Treffen die Idee, eine Kulturwanderung rund um den Stöckach für den Sommer zu planen.

„Vieles ist hier einfach gar nicht bekannt. Keiner weiß etwas davon, wie viel Kultur es hier gibt“, erklärt Martina Schütz, Leiterin der Gemeinwesenarbeit im Stadtteilhaus Stöckach. Eine Teilnehmerin hat beim Treffen am vergangenen Dienstag vorgeschlagen, den kulturellen Rundgang einfach „Kultur im Hof“ zu nennen, da sich Kultur in der Stöckachstraße viel eher in den Hinterhöfen abspiele. Die Besucher sollen dabei einen Blick hinter die Kulissen werfen und Orte anschauen können, „wo man sonst normalerweise nicht hinkommt“, findet Schütz.

Der Spaziergang soll am 23. Juni nachmittags beginnen

Geplant ist der Kulturspaziergang für den 23. Juni. „Schön wäre es, wenn wir viele Stationen zu unterschiedlichen Uhrzeiten anbieten könnten“, so Schütz. So könnten die Besucher selber schauen, was sie am meisten interessiert. Dabei plant der Stöckach-Treff bereits am Nachmittag auch Aktionen für Familien mit Kindern. „Einen Spaziergang im Pulk finde ich ungeeignet“, betont Schütz in der zehnköpfigen Runde. Über ein Flugblatt sollen sich die Leute selber informieren können, was es alles an Angeboten gibt.

Bisher steckt das Projekt aber noch in den Kinderschuhen. Der Grund ist, dass bisher von vielen Kulturschaffenden keine Rückmeldung kam, ob sie gerne teilnehmen möchten. Mit von der Partie sind aber auf jeden Fall der Nachbarschaftsgarten in der Landhausstraße, der Biomarkt Erdi in der Neckarstraße und Ulrike Beck, die ein kleines Atelier am Stöckach besitzt. „Letztes Jahr habe ich auch schon die Stöckachschen Höfe für die Stuttgart Nacht organisiert“, berichtet sie. Neben ihrem Atelier hätten auch die Spanische Tanzschule und die ortsansässige Moschee in der Stöckachstraße in ihre Höfe eingeladen.

Ziel der Kulturwanderung ist es, genau wie bei den anderen Aktionen des Stöckach-Treffs, zum Beispiel dem jährlichen Flohmarkt oder dem Stöckachfest, den Stadtteil im Osten attraktiver zu machen. „Der Osten hat schließlich viel Potenzial, das müssen wir nur erfahrbar machen“, betont Thomas Rudolph vom Handels- und Gewerbeverein Stuttgart-Ost. „Wäre das ein Stadtteil in Berlin, wäre der es längst ein Trendviertel“, ist er sich sicher.

Bis zum 8. Mai können sich Interessierte noch anmelden. Auch Geschäfte und Lokale dürfen sich melden, ebenso wie Musiker. Rund zwölf Teilnehmer sollen mindestens dabei sein, damit sich der Kultur-Spaziergang überhaupt lohnt.

Kontakt Anmelden können sich Kulturschaffende und Interessierte bei Martina Schütz im Stadtteilzentrum Stöckach unter 672 30 05.