Kreative Werkstatt der Diakonie Stetten Freischwimmer und Wellentaucher

Die bunten Kalenderblätter machen Lust auf Ferien. Foto: Ingrid Sachsenmaier Foto:  

Der Kalender der Kreativen Werkstatt der Diakonie Stetten hat für das Jahr 2021 „Wasser“ als Thema. Dieser Wandkalender macht Lust auf Urlaub, Freizeit und auf den nächsten Sommer. In Corona-Zeiten ist er unter besonderen Bedingungen entstanden.

Stetten - Dieser Wandkalender macht Lust auf Urlaub, Freizeit und auf den nächsten Sommer. In Corona-Zeiten ist er unter besonderen Bedingungen entstanden. Das sieht man den zwölf Kalenderblättern plus Titelblatt für 2021 aber nicht an. Ganz im Gegenteil: Die Künstler, die die Kreative Werkstatt der Diakonie Stetten in der Oppenländer Straße in Waiblingen besuchen, haben sich von Covid-19 die Lust, sich künstlerisch auszudrücken, nicht nehmen lassen.

 

Der Titel war schon lange entschieden

Allerdings mussten auch sie teilweise über Wochen hinweg auf den Besuch der Werkstatt verzichten. Einige, die altersbedingt zur Risikogruppe gehören, dürfen schon seit Monaten nicht mehr dorthin kommen. Von ihnen – Karl-Heinz Maurer und Eleni Karapepera gehören dazu – sind Werke aus dem „Archiv“ in den Kalender, dessen Thema dieses Mal das Element „Wasser“ ist, eingeflossen.

„Freischwimmer & Wellentaucher“ hat Thomas Grabert, künstlerischer Leiter der Werkstatt, als Titel aufs Deckblatt geschrieben. Der Titel war schon lange entschieden, bekam durch das Virus aber eine neue Bedeutung. Nomen est omen – schließlich sollte das Kalender-Projekt wegen Corona keineswegs „untergehen“.

Im vergangenen Jahr wurde mit dem Element „Luft“ der Zyklus der vier Elemente begonnen. Dieses Jahr folgt „Wasser“, fehlen noch „Erde“ und „Feuer“. „Feuer steht auch für Licht“, sagt Grabert und sinniert, ob er 2022 den Kalender mit Bildern zum Thema Feuer und Licht bestückt. Ganz nach dem Motto: Wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Das würden nicht nur er, sondern auch die Künstler der Kreativen Werkstatt sich wünschen.

Der Verkauf findet unter anderem an der Pforte der Diakonie Stetten statt

Durch Covid-19 hat sich viel in der Einrichtung geändert, die Zusammensetzung der Kunstgruppen, die Zahl der Anwesenden, der reduzierte Kontakt, die Hygiene-Vorschriften. Der seit nunmehr 26 Jahren erscheinende Kalender ist in diesen ungewissen Zeiten somit wie ein Fels in der Brandung. Wenn auch unter geänderten Vorzeichen. Der Verkauf findet unter anderem an der Pforte der Diakonie Stetten, bei der Buchhandlung Osiander in Waiblingen sowie erstmals auch in der Buchhandlung Kümmerle in Göppingen und online unter kalender@remstal-werkstaetten.de statt. In Fellbach fällt die Verkaufsmöglichkeit im Café Entrée im Rathaus, das seit dem ersten Corona-Lockdown geschlossen ist, weg. Gedruckt wurde er anstatt der üblichen 1000 Exemplare jedoch nur rund 400-mal. Gleich geblieben ist der Preis mit zwölf Euro, das Format von 32 mal 45 Zentimetern und die Kooperation mit der Stadtkapelle in Kirchheim unter Teck. Die Musiker können den Kalender diesmal allerdings nicht bei ihrem traditionellen Weihnachtskonzert vorstellen und verkaufen, es wurde Corona-bedingt abgesagt.

Die Motive für den Kalender haben Thomas Grabert und seine Kollegin Annika Rau bereits im Sommer zusammengestellt, nicht ahnend, dass es einen Teil-Lockdown just dann geben würde, wenn sie den Kalender druckfrisch in Händen halten.

Die Motive machen Lust auf Ferien

Unter diesem Gesichtspunkt wirken die Kunstwerke noch lebendiger. Ihre Motive erzeugen Sehnsucht und Wohlgefühl gleichermaßen. Marion Riempp hat für den Monat Mai einen „Seerosenteich“ gemalt, vielleicht ist bis dahin die Wilhelma in Bad Cannstatt wieder für Besucher geöffnet.

Volker Brandt hat für den Monat August das bunte „Leben von Kopenhagen“ gemalt, vielleicht dürfen wir im nächsten Sommer wieder reisen. Das „Leben im Meer“ ziert das Kalenderblatt für den Monat Januar und ist von Stefan Häfner. Im März lädt Lothar Zidorn „Unter Wasser“ ein, im Juli bewegt sich Uwe Kächele „Am Meeresboden“. Hoffentlich ist ein Urlaub am Meer zu dem Zeitpunkt dann wieder für alle uneingeschränkt möglich.

Die abstrakten und realistischen Darstellungen und die kräftigen und satten Farben – Ölkreide, Buntstifte, Acryl und Tempera – der Kalenderblätter machen auf jeden Fall Lust auf Ferien. Wie auf dem Titelbild von Monika Pielok, wo sich „Freischwimmer & Wellentaucher“ munter und ohne Berührungsängste im Wasser tummeln oder bei Felix Eberl, der uns im Juni sogar von einer Kreuzfahrt mit der Aida träumen lässt.

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