Kreis Böblingen Großer Andrang auf die Wahlurnen

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Das Interesse an der Wahl war dieses Mal größer als in den Vorjahren. Viele Bürger engagieren sich auch als Wahlhelfer bei der Auszählung.

An der Erich-Kästner-Schule auf der Böblinger Diezenhalde halfen ebenfalls Freiwillige mit. Foto: factum/Granville 6 Bilder
An der Erich-Kästner-Schule auf der Böblinger Diezenhalde halfen ebenfalls Freiwillige mit. Foto: factum/Granville

Böblingen/Herrenberg/Sindelfingen - So viel Politikinteresse war schon lange nicht mehr. In Scharen strömten die Bürger am Sonntag auch im Kreis Böblingen in die Wahllokale. Mit dazu beigetragen hat mit Sicherheit auch das schöne Wetter. Viele Wähler verbanden die Stimmabgabe mit einem Spaziergang oder einem Café-Besuch. Zum Beispiel auf dem Herrenberger Marktplatz. Gleich zwei Eiscafés gibt es dort – direkt vor dem Wahl­lokal eins im Bürgeramt. Für Sebastian Nagel und Kristiane Heller, 31 und 30 Jahre alt, war das Wetter aber nicht ausschlaggebend für die Stimmabgabe. „Wir gehen immer­ zur Wahl“, sagen sie.

Als Wahlhelfer angefragt worden

Auch in Sindelfingen freute sich im Wahllokal 13 im Rathaus der Wahlleiter Roland Narr über eine hohe Wahlbeteiligung. Bis 16 Uhr hatten 67 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben – nicht eingerechnet die vielen Briefwähler. „Deren­ Briefe werden auch erst um 18 Uhr geöffnet“, erklärt Narr. Vor vier Jahren hätten in Sindelfingen insgesamt 73 Prozent der Wahlberechtigten ihr Wahlrecht genutzt. „Dieses Jahr knacken wir diese Marke sicher“, sagte Narr schon nachmittags. Spannend ist die Wahl auch für die vielen Wahlhelfer. Mehr als 300 sind es in den 43 Wahlbezirken der Stadt. Christian Sommer, Lehrer am Pfarrwiesen-Gymnasium, ist erstmals dabei: „Man hatte mich bereits im Juli angeschrieben und gefragt, ob ich mithelfen möchte.“ Ihn habe die Aufgabe gereizt, sagt Sommer, der als Politiklehrer bereits mit seinen Schülern eine Juniorwahl durchgeführt hat.

„Ich finde es spannend, hier mitzumachen.“ Besonders aufregend sei es, bei der Auszählung mit dabei zu sein. Dabei kann übrigens nicht geschummelt werden, „Wir arbeiten mit dem Viele-Augen-Prinzip“, sagt Narr. Allein im Wahlbezirk 13 waren acht Auszähler beschäftigt.




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