Viele Menschen haben Probleme, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Landkreis Esslingen werden unter anderem Langzeitarbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund gefördert.
Knapp eine halbe Million Euro erhält der Landkreis Esslingen an EU-Geldern jährlich für Projekte zur Arbeitsmarktintegration. Das geht aus einer Mitteilung aus dem Landratsamt hervor.
Das Geld kommt vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus), der als zentrales Förder- und Finanzierungsinstrument der Europäischen Union zur Verbesserung der Beschäftigungs- und Bildungschancen gilt. Einrichtungen und Organisationen im Landkreis Esslingen können sich jährlich mit entsprechenden Projekten um regionale Fördermittel aus dem ESF-Topf bewerben. In der aktuellen Förderperiode 2021 bis 2027 erhält der Landkreis Esslingen jährlich 489.030 Euro.
Im Förderjahr 2026 werden im Landkreis Esslingen sieben Projekte über den ESF Plus gefördert, wie aus der Mitteilung hervorgeht. In den Projekten werden langzeitarbeitslose Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund mit individueller pädagogischer Begleitung und tagesstrukturierender Beschäftigung an den ersten Arbeitsmarkt herangeführt.
Berufliche Ausbildungszentrum bemüht sich um Integration in den Arbeitsmarkt
Einer der Nutznießer der Förderung ist das Beruflichen Ausbildungszentrum (BAZ) in Esslingen, wo das Projekt „go-Onn“ (gemeinsam orientieren - Optionen nachhaltig nutzen) umgesetzt wird. Die Zielgruppe dieses Projekts sind junge Menschen vorrangig mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung im Alter zwischen 16 und 35 Jahren aus dem Leistungsbezug des SGB II, die einen erschwerten Zugang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben.
Durch ein niederschwelliges Angebot mit Modulen wie der Qualifikationsanerkennung, dem Ausbau schulischer Basiskompetenzen, einem Bewerbungstraining, praktischen Erfahrungen und dem Ausbau persönlicher Schlüsselkompetenzen wird versucht, die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden nachhaltig zu verbessern.