Kreis Esslingen Freizeitbusse nehmen vorerst keine Fahrräder mit

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Wegen der Corona-Krise startet das Angebot für Ausflügler erst jetzt und unter Auflagen. Um Busfahrer und Fahrgäste beim Be- und Entladen vor einer Infizierung mit dem Virus zu schützen, werden zunächst keine Fahrradanhänger eingesetzt.

Die Radanhänger am Wanderbus bleiben vorerst in der Garage. Foto: Horst Rudel/Archiv
Die Radanhänger am Wanderbus bleiben vorerst in der Garage. Foto: Horst Rudel/Archiv

Kreis Esslingen - Nach den deutlichen Lockerungen des Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie starten an diesem Samstag, 16. Mai, nun auch die Freizeitbusse des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) in die Saison. Wie der VVS mitteilt, werden die Fahrten in die Naherholungsgebiete in der Region zunächst ohne Fahrradtransport angeboten. Laut einer Sprecherin des Verkehrsunternehmens soll diese Maßnahme die Busfahrer und die Fahrgäste vor einer Infizierung mit dem Virus schützen.

Vier Freizeitbusse fahren im Kreis Esslingen

Insgesamt gibt es im Verbundgebiet des VVS zehn Freizeitbus-Linien, die üblicherweise zwischen Ende März und Anfang Mai starten. Vier von diesen- Blaue Mauer, Schopflocher Alb, Schwäbische Alb und Reußenstein - bringen aus dem Landkreis Esslingen Wanderer und Radler in die Natur. Letztere können vorerst ihr Sportgerät aber nicht mitnehmen, da den Bussen wegen der Corona-Krise keine Fahrradanhänger angedockt werden. Laut der VVS-Sprecherin Pia Scholz sollen die Busfahrer, „die beim Be- und Entladen des Anhängers helfen müssen“, ebenso vor einer eventuellen Ansteckung mit dem Virus geschützt werden wie die Fahrgäste, „die sich am Fahrradanhänger ebenfalls zu nahe kommen würden“. In diesem Zusammenhang weist Scholz zudem darauf hin, dass sowohl an den Haltestellen als auch in den Bussen eine Maskenpflicht und ein Abstandsgebot gelten. Außerdem seien die bekannten Hygienevorschriften unbedingt einzuhalten. Da Fahrgäste weiterhin nur die hintere Bustür benutzen können, empfiehlt der VVS allen, die kein Zeitticket haben, ihre VVS-Tickets übers Handy zu kaufen, beispielsweise über die App „VVS mobil“.

Testphase ohne Fahrradanhänger

Die Freizeitbusse bringen Ausflügler samstags, sonntags und feiertags – in coronafreien Zeiten mit einem Fahrradtransport – zu den verschiedenen Ausflugszielen in der Region. Wann die Busse wieder mit Radanhängern unterwegs sind, wird laut Pia Scholz nach der ersten Testphase ohne das Angebot für Radler entschieden. Der VVS werde rechtzeitig darüber informieren.

Die Linie 176, Schopflocher Alb, führt vom Kirchheimer Bahnhof mit Stopps in Dettingen und Nabern nach Bissingen und über Ochsenwang nach Schopfloch. Am Bahnhof Kirchheim kann von und auf die S-Bahn nach Stuttgart umgestiegen werden. Die Tour Blaue Mauer (Linie 191) verläuft von Neuffen nach Owen. Es besteht Anschluss an die Teckbahn und die Tälesbahn. Wer mit dieser Linie auf Tour geht, fährt direkt zum Freilichtmuseum Beuren, zur Burg Hohenneuffen oder in die Panoramatherme Beuren.

Mit dem Bus ins Biosphärengebiet

Der Rad- und Wanderbus „Schwäbische Alb“ bringt die Ausflügler ins Biosphärengebiet. Er verkehrt von Lenningen-Oberlenningen über Gutenberg auf die Albhochfläche mit Haltestellen in Westerheim und Laichingen (Alb-Donau-Kreis). Samstags fährt der Bus nur bis zur Reußensteinstraße in Schopfloch. Wer in den Freizeitbus „Reußenstein“ einsteigt, wird an Sonn- und Feiertagen hinauf zur Burgruine Reußenstein chauffiert. Die Linien starten sowohl von Göppingen als auch von Kirchheim aus. Der Reußenstein eignet sich als Ausgangspunkt für viele Touren entlang des Albtraufs.




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