Kreis Esslingen Geld vom Land für neue Rad- und Gehwege – Diese Kommunen profitieren

Das Land investiert in den Bau von Rad- und Gehwegen. Foto: Imago

Zahlreiche Projekte von Städten und Gemeinden im Kreis Esslingen sind ins Ausbau-Förderprogramm aufgenommen worden. Für welche Maßnahmen soll es Zuschüsse geben?

Reporter: Elke Hauptmann (eh)

Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, soll sicher, bequem und einfach ans Ziel kommen. Deshalb unterstützt das Verkehrsministerium Baden-Württemberg  die Kommunen im Land beim Bau sicherer Rad- und Fußwege. Bis zum Jahr 2030 werden insgesamt rund 500 Millionen Euro für knapp 1000 Investitionsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Auch Städte und Gemeinden im Landkreis Esslingen wurden in das aktuelle Förderprogramm aufgenommen.

 

Landesweit planen die Kommunen demnach den Bau von rund 640 Kilometern neuen Radwegen sowie von mehr als 20 000 zusätzlichen Fahrradabstellplätzen. Sie wollen unter anderem in sichere Radwege, in breitere und barriereärmere Gehwege, in neue Querungen und Fußgängerüberwege, in Fahrradstraßen, Abstellanlagen an Bahnhöfen und Schulen sowie in den Ausbau von touristischen Radrouten investieren.

In der umfangreichen Liste sind sowohl Projekte enthalten, die in diesem Jahr beginnen sollen, als auch bereits laufende Maßnahmen. Allein im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Stuttgart sind insgesamt 407 Vorhaben aufgeführt, darunter 38 aus dem Kreis Esslingen. Unter anderem sind Zuschüsse vorgesehen für die Errichtung von Fahrrad-Abstellanlagen in Esslingen, Ostfildern, Leinfelden-Echterdingen, Nürtingen, Neckartailfingen und Weilheim.

Geld für neue Wege, Querungen und Unterführungen

Weitere Beispiele: Filderstadt-Bernhausen kann auf Geld hoffen für die Neuordnung der Radwegeführung in der Tübinger Straße, Köngen für eine Verbesserung des innerörtlichen Radverkehrs, Plochingen für die Radverbindung von der Filstalroute Nord über das Baugebiet Lettenäcker II zum Ortsteil Stumpenhof, Dettingen und Neuhausen für den Bau von Unterführungen für Radfahrer und Fußgänger. Das Land will ebenso den Bau eines gemeinsamen Geh- und Radweges am Heidengrabenzentrum in Erkenbrechtsweiler unterstützen sowie den Ausbau des Radweges zwischen Hochdorf und Ebersbach-Weiler.

Für Radfahrer und Fußgänger sollen die Wege sicherer und attraktiver werden. Foto: Robert Michael/dpa

Ein Teil der Maßnahmen gehört zum „RadNETZ“ Baden-Württemberg, das wichtige Ziele im Land verbindet und für einheitliche Qualitätsstandards sorgt. Hier soll unter anderem die Ertüchtigung des Neckartalradweges zwischen Neckartailfingen und Nürtingen sowie in Esslingen zwischen der Rossneckarbrücke und dem Pliensauturm gefördert werden.

Über die konkrete Förderung wird erst noch entschieden

Die Aufnahme in das Programm für die Jahre 2026 bis 2030 sei allerdings nicht gleichbedeutend mit einer Förderung, räumt das Verkehrsministerium ein. Deshalb können auch keine konkreten Summen für die einzelnen Projekte benannt werden. In der Regel übernimmt das Land 50 Prozent der förderfähigen Kosten, bei besonders klimafreundlichen Projekten sogar bis zu 75 Prozent.

Um einen Zuschuss vom Land zu erhalten, müssen die Städte, Gemeinden und Kreise nun noch formal beim Regierungspräsidium einen Antrag einreichen. „Über die Genehmigung und Bewilligung der Förderung entscheiden die Regierungspräsidien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel“, teilt das Verkehrsministerium mit.

Die beiden Landtagsabgeordneten Natalie Pfau-Weller (CDU) und Andras Schwarz (Grüne) ermutigen die Städte und Gemeinden im Kreis, die geplanten Projekte in Angriff zu nehmen: „Die Unterstützung der Kommunen durch das Land ist ein wichtiger Beitrag für noch mehr Sicherheit für Radfahrer, Fußgänger und für unsere Kinder auf dem Schulweg. Gleichzeitig befördern die Maßnahmen den Klimaschutz.“

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