Kreis Esslingen Immer mehr Kunden zahlen per Smartphone

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Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen ist mit dem Geschäft im Jahr 2018 zufrieden. Das selbst genutzte Eigenheim ist ein Dauerbrenner.

Das Haus der Kunden in Esslingen ist im vergangenen Sommer eingeweiht worden. Die öffentliche Tiefgarage mit rund 150 Parkpläzten soll ab Anfang Mai zur Verfügung stehen. Foto: Horst Rudel
Das Haus der Kunden in Esslingen ist im vergangenen Sommer eingeweiht worden. Die öffentliche Tiefgarage mit rund 150 Parkpläzten soll ab Anfang Mai zur Verfügung stehen. Foto: Horst Rudel

Kreis Esslingen - Brötchen bezahlen mit dem Smartphone? Seit dem Februar ist dies für Kunden der Kreissparkasse (KSK) Esslingen-Nürtingen möglich, sofern sie die entsprechende App auf ihrem Handy haben und in der Bäckerei Treiber einkaufen, mit der zusammen die KSK dieses Projekt gestartet hat. Circa sechs Prozent der Einkäufe würden in den 33 Bäckerei-Filialen bereits mobil bezahlt, erklärte das KSK-Vorstandsmitglied Frank Dierolf am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz 2018.

Die Kleiderordnung hat sich gelockert

Das Beispiel zeige, wie das sogenannte kontaktlose Bezahlen auf dem Vormarsch sei. Mobiles Zahlen nutzten immer mehr Kunden auch in weiteren Einzelhandelsgeschäften. Bereits 41 000 der 200 000 KSK-Kunden nutzten die Sparkassen-App, 63 Prozent der Kunden tätigten Geschäfte auf dem Weg des Online-Banking.

Der Trend zum Digitalen mache den persönlichen Kontakt allerdings nicht überflüssig. Im Gegenteil. Denn gerade bei komplexeren Themen sei der Beratungsbedarf der Menschen hoch. „Wir stellen den Kunden mit seinen Bedürfnissen noch mehr in den Mittelpunkt“, sagt der Vorstandsvorsitzende Burkhard Wittmacher und unterstreicht damit eine Kernkompetenz des größten Geld- und Kreditinstituts im Kreis Esslingen, das mit der Nähe zu den Menschen wirbt. Diesem Anspruch will die KSK auch mit einem gelockerten Dresscode gerecht werden. Die Krawatte ist nicht mehr Pflicht, um Kunden auf Augenhöhe zu begegnen. Mit 94 Filialen hat die KSK das nach wie vor dichteste Netz im Kreis, allerdings sind im vergangenen Jahr 13 Filialen weggefallen, davon neun SB-Filialen und vier mit Personal besetzte.

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist hoch

Unter dem Eindruck der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank suchen die Sparer weiter nach lohnenden Anlagemöglichkeiten. Ein Dauerbrenner ist und bleibt dabei das selbst genutzte Eigenheim. Es gilt als stabile Geldanlage und ist zudem für die Altersvorsorge beliebt. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass Hauseigentümer monatlich rund 500 Euro netto günstiger wegkommen als Mieter. Dass Wohnimmobilien knapp sind, belegen folgende Zahlen: 170 solcher Objekte listet die KSK derzeit in ihrer Datenbank. Dem gegenüber steht die stattliche Zahl von 4500 Interessenten.

Unter dem Strich ist der Vorstand mit dem vergangenen Jahr zufrieden. „2018 war wieder ein gutes Jahr für die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen“, fasst Burkhard Wittmacher zusammen. Über alle Produktgruppen hinweg habe die KSK im Kundengeschäft ein Wachstum verzeichnet. Das Kreditvolumen wuchs ebenso wie die Einlagen und die Anlagen in Wertpapieren. Das Geschäftsvolumen stieg um 6,3 Prozent auf rund 9,5 Millionen Euro und die Bilanzsumme um 5,7 Prozent auf nunmehr rund 9,1 Millionen Euro.

Kreissparkasse unterstützt soziale und kulturelle Projekte

„Wir sind keine reinen Gewinnmaximierer, sondern wir wollen den Menschen im Landkreis von unserem Ergebnis auch etwas zurückgeben“, sagt der Vorstandsvorsitzende Burkhard Wittmacher und verweist auf das gesellschaftliche Engagement der KSK. Mit rund 1,4 Millionen Euro ihrer Erträge unterstützte sie 2018 Vereine, Einrichtungen und Projekte. Rund ein Viertel der Summe flossen in den Bereich Kultur, aber auch die Felder Sport und Soziales profitierten von der Förderung.