Kreis Esslingen Preiswürdige Ideen für Wohnen im Alter

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Der Landkreis und zwölf Kreiskommunen sind beim Wettbewerb „Quartier 2020“ erfolgreich. Ziel ist es, dass es in Stadtvierteln eine hohe Lebensqualität für alle gibt.

Staatssekretärin Bärbl Mielich (links) übergibt Susanne Volpp, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Familie der Stadt Ostfildern, die Auszeichnung. Foto: Sozialministerium
Staatssekretärin Bärbl Mielich (links) übergibt Susanne Volpp, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Familie der Stadt Ostfildern, die Auszeichnung. Foto: Sozialministerium

Kreis Esslingen - Der Kreis Esslingen erhält einen Preis für eine Idee, die er beim Wettbewerb des Landes „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten“ im Verein mit neun Kreiskommunen eingereicht hat. Mit seinem Konzept will er Mitarbeiter der kooperierenden Kommunen qualifizieren und bei der Entwicklung von lokalen Lösungen für das Zusammenleben der Zukunft begleiten.

Steigender Hilfebedarf durch mehr alte Menschen

Mit dem Konzept „Quartiersforscher – Gestaltung lokaler Altenhilfelandschaften“ würden rund 100 000 Menschen erreicht, erklärte der Esslinger Landrat Heinz Eininger jüngst bei der Preisverleihung in Stuttgart. „Damit können wir kommunale Standards im Bereich Pflege und Unterstützung im Alter setzen und eine neue Form der Beteiligungskultur für ältere Menschen etablieren“, so der Chef der Kreisverwaltung. Altern soll im Landkreis in jedweder Form vor Ort im Quartier möglich sein. Die Bewerbung hatte der Kreis gemeinsam mit Aichtal, Denkendorf, Erkenbrechtsweiler, Köngen, Kohlberg, Leinfelden-Echterdingen, Neckartailfingen, Neckartenzlingen und Wendlingen eingereicht. Mit dem Preisgeld in Höhe von 100 000 Euro kann mit den Kommunen eine Quartiersentwicklung angestoßen werden.

Das Ziel ist es, Quartiere so zu gestalten, dass auch alte Menschen dort bleiben und gerne wohnen können. Hierfür sind neue Strukturen des Zusammenlebens der Generationen erforderlich. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung muss dabei der steigende Hilfe- und Pflegebedarf berücksichtigt werden.

Jede siebte Kommune im Land hat mitgemacht

Wie dies konkret aussehen kann, zeigt das Konzept der Stadt Nürtingen, die bei dem Wettbewerb ebenfalls erfolgreich war. Im Gebiet Klein-Tischardt sollen Begegnungsmöglichkeiten geschaffen, Besuchs- und Begleitdienste ausgebaut und auch die Integration von Flüchtlingen vorangebracht werden. Geplant ist beispielsweise ein „Café mobil“, um mit den Menschen im Quartier ins Gespräch zu kommen. Letztlich geht darum, Teilhabemöglichkeiten für alle zu schaffen und die Identifikation mit dem Quartier zu festigen. Nürtingen erhält 50 000 Euro Preisgeld. 80 000 Euro vom Sozialministerium bekommt Ostfildern für Quartiersentwicklungsprozesse in den Stadtteilen Parksiedlung und Nellingen auf der Grundlage des neuen Altenhilfeplans „Gutes Älterwerden“. Auch Filderstadt ist ausgezeichnet worden – für sein Konzept für Sielmingen.

An dem landesweiten Wettbewerb hatte sich mit 147 Teilnehmern jede siebte Kommune in Baden-Württemberg beteiligt. Das Ministerium für Soziales und Integration zeichnet insgesamt 53 innovative Ideen und Konzepte zur Quartiersentwicklung aus. Die Preisgelder für die Ideen, die ausgezeichnet wurden, belaufen sich auf insgesamt 2,7 Millionen Euro. Das Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort Lebenden zu ermöglichen.




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