Kreis Esslingen Sechs Radtouren von gemütlich bis sportlich

Nicht nur am Fuß der Teck lässt sich im Kreis Esslingen gut radeln. Foto: Jan Bürgermeister/LKR

Der Landkreis Esslingen hat die Broschüre „Radglück“ nachdrucken lassen. Zudem sollen in diesem Jahr drei von vier Rad-Fernwanderwegen zertifiziert werden.

Region: Andreas Pflüger (eas)

Kreis Esslingen - Längst ist Radfahren vom sommerlichen Freizeitvergnügen zu einer Ganzjahresbetätigung geworden – und das beileibe nicht nur für all jene, die sich bei Wind und Wetter in den Sattel ihres Drahtesels schwingen, um tagtäglich zur Arbeit oder in die Schule zu fahren. Sind Straßen und Wege nur halbwegs trocken, tummeln sich Freizeitradler dort auch im Herbst und Winter. Selbst auf der Schwäbischen Alb, wo um diese Jahreszeit für gewöhnlich Skilangläufer auf den Loipen ihre Runden drehen, treten nur ein paar Meter nebenan und in Sichtweite Radler in die Pedale.

 

Dass die Esslinger Kreisverwaltung unlängst die Broschüre „Radglück“ nachdrucken ließ, hat damit allerdings nur wenig zu tun. Zum einen war das Heftchen schon seit einiger Zeit vergriffen – und zum anderen hätte es auf der Touristikmesse CMT, die pandemiebedingt ja erneut ausfallen musste, sicher einen reißenden Absatz gefunden, da Naherholungsziele – nicht zuletzt aus dem gleichen Grund – wieder hoch im Kurs stehen. Eine echte Neuauflage des kleinen Tourenführers erschien den Verantwortlichen im Landratsamt dabei nicht erforderlich, da die sechs ausgewählten Routen einen passenden Querschnitt darstellen.

Für jeden ist etwas dabei

Jedenfalls bietet der Kreis Esslingen mit seiner abwechslungsreichen Landschaft gute Möglichkeiten zu unterschiedlichen Radausflügen. Dies zeigt sich an den beschriebenen Strecken, die alles in allem knapp 240 Kilometer lang sind und von einfach bis anspruchsvoll reichen. Jede bietet thematisch einen besonderen Blick: auf die Natur, auf Kulturschätze und auf Erholungsmöglichkeiten. Ob gemütlich genießend durchs Neckartal, oder sportliche herausfordernd am Albtrauf – für jeden ist etwas dabei.

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So führt die Runde „Berg & Tal“ über gut 30 Kilometer und 258 Höhenmeter von Plochingen aus über Reichenbach in den Schurwald und vom Kaisersträßle wieder zurück nach Plochingen. „Kraut & Rüben heißt ein Rundkurs (33 Kilometer, 312 Höhenmeter) über die Filderebene, die am Kloster Denkendorf beginnt und endet. Die „Tour de Lac’le“ zu den Seen rund um Kirchheim ist etwas mehr als 52 Kilometer lang (298 Höhenmeter) mit Start und Ziel am Oberboihinger Bahnhof.

Schwerpunkt der Tourismusförderung

„Mühlen & Hafen“, so lautet der Titel einer fast 39 Kilometer langen Route (162 Höhenmeter), die vom Leinfeldener S-Bahnhof aus zum Plochinger Bahnhof führt, also von den Fildern ins Neckartal. Diese Tour lässt sich natürlich auch in umgekehrter Richtung absolvieren, dann allerdings mit einigen Steigungen mehr und mit weniger Gefällstrecken. „Bauern & Dichter“ wiederum nennt sich eine gut 21 Kilometer lange, eher einfache Rundtour vom Nürtinger Bahnhof bis zum Freilichtmuseum Beuren (208 Höhenmeter). Die letzte beschriebene Strecke in der Broschüre heißt „Lauter-Alb-Lindach“ und ist deutlich anspruchsvoller. Vom Wendlinger Bahnhof aus geht es über 62 Kilometer vom Albvorland auf die Alb hinauf, sodass auch noch 687 Höhenmeter bewältigt werden müssen.

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Nach den Worten von Andrea Wangner, der Pressesprecherin des Landkreises Esslingen, „wird das Thema Radfahren bei unserer Tourismusförderung auch in diesem Jahr wieder ein thematischer Schwerpunkt sein“. In diesem Zusammenhang strebe man auch an, von den vier Rad-Fernwanderwegen im Kreis drei zertifizieren zu lassen, ergänzt sie.

Die druckfrische Broschüre „Radglück“ ist derweil in den Rathäusern der Esslinger Kreiskommunen sowie in den Stadt- und Tourist-Informationen erhältlich.

Zum Herunterladen gibt es die Broschüre ebenfalls unter www.landkreis-esslingen.de.

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