Kreis Esslingen Viele Baustellen auf Bundes- und Landesstraßen geplant – „Gebot der Vernunft“
Das Land investiert Millionen in den Erhalt der Infrastruktur. Auch im Kreis Esslingen stehen in diesem Jahr zahlreiche Sanierungsprojekte an.
Das Land investiert Millionen in den Erhalt der Infrastruktur. Auch im Kreis Esslingen stehen in diesem Jahr zahlreiche Sanierungsprojekte an.
In den Erhalt des Straßennetzes und die Sanierung von Brücken im Südwesten sollen in diesem Jahr mehr als 500 Millionen Euro investiert werden. „Davon profitiert auch der Landkreis Esslingen“, teilen die beiden Landtagsabgeordneten Andreas Schwarz (Grüne) und Natalie Pfau-Weller (CDU) mit.
Die grün-schwarze Landesregierung führt ihre Instandsetzungsoffensive fort. Im Sanierungsprogramm 2026 werden landesweit insgesamt mehr als 310 neue Maßnahmen begonnen: Für den Erhalt von Bundesstraßen stehen nach Angaben der beiden Landespolitiker voraussichtlich 254 Millionen Euro zur Verfügung, für die Landesstraßen sind es rund 236 Millionen Euro. Zum Programm gehören vor allem die Ertüchtigung von Brücken sowie Fahrbahnerneuerungen.
Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart, das für Planung, Bau und Erhalt von Bundes- und Landesstraßen samt Brücken und Unterführungen zuständig ist, sind im Kreis Esslingen in diesem Jahr zahlreiche Projekte vorgesehen. Saniert werden sollen zum Beispiel die Fahrbahndecken von überörtlich bedeutsamen Straßen in Deizisau, Owen, Echterdingen, Neuhausen, Wendlingen und Aichschieß sowie zwischen Weilheim und Gruibingen und zwischen Großbettlingen und Nürtingen.
An der Hepsisauer Steige wird eine Böschungssanierung durchgeführt und an der Gutenberger Steige bei Lenningen eine Felssicherung. Zudem werden zwei Stützbauwerke der Plochinger Steige erneuert. Brückeninstandsetzungen sind in Aich und in Wernau geplant. Auch die Ertüchtigung der hölzernen Föllbachbrücke bei Grötzingen steht im diesjährigen Sanierungsprogramm des Stuttgarter Regierungspräsidiums, das insgesamt 111 Maßnahmen beinhaltet.
„Unser Schwerpunkt liegt klar auf Sanierung und Erhalt vor Aus- und Neubau von Straßen“, erläutert Andreas Schwarz. „Diese Linie wollen wir beibehalten.“ Nach Ansicht des Fraktionschefs der Grünen ist das „ein Gebot der Vernunft“. „Es ist klüger, Schäden so früh wie möglich zu beseitigen, als das Problem auf die lange Bank zu schieben.“
Seine CDU-Kollegin Natalie Pfau-Weller ergänzt: „Für die Straßen und Brücken im Land heißt das: Wenn wir heute zügig sanieren, müssen wir später kein Steuergeld in eine vielfach kostspieligere grundhafte Sanierung oder Ersatzbrücken stecken.“ Durch die Erneuerung der Fahrbahndecken werde die Verkehrssicherheit erhöht und die wirtschaftliche Infrastruktur im Landkreis Esslingen gestärkt.