Kreis tritt VVS bei Kommentar: Zittern nach der späten Einsicht

Politik/ Baden-Württemberg: Eberhard Wein (kew)
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Göppingen – In der Region Stuttgart gilt der Landkreis Göppingen seit jeher als fünftes Rad am Wagen, als unwirtliche Region irgendwo im fernen Osten des Landes. Die Abstinenz beim Tarifverbund VVS hat mit diesem Image viel zu tun. Mit der Teilintegration des Schienenstrangs zwischen Ebersbach und Geislingen ist hier nun der erste Schritt getan. Doch der wichtigste fehlt noch. Dabei handelt es sich nicht etwa um die kostspielige Vollintegration der vielen Buslinien in den VVS. Die entscheidende Frage ist vielmehr, ob es gelingt, die S-Bahn in den Kreis zu verlängern.

Es ist nunmal so: erst wenn Ebersbach, Uhingen, Göppingen, Eislingen und vielleicht sogar Geislingen auf dem Netzplan des Stuttgarter Nahverkehrs-Flaggschiffs auftauchen, rückt der Kreis aus dem Schatten ins Bewusstsein der Region. Die Marke S-Bahn kann sowohl in den Chefetagen der Unternehmen als auch an den Tischen junger Familien manche Standortwahl beeinflussen. Die heutigen Entscheidungsträger im Landkreis haben das begriffen. Mit der Teilintegration haben sie die Weichen für die S-Bahn gestellt. Ob sie auch darüber ruckelt, hängt von einer Kosten-Nutzen-Analyse ab, die im Sommer vorliegen soll. Dann erst entscheidet es sich, ob der Kreis mit 35-jähriger Verspätung noch auf denS-Bahn-Zug aufspringen kann.




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