Kreisliga A Staffel 1 Enz/Murr Hofackers Vier-Tore-Gala macht dem TSV 1899 Benningen Mut

Benningens Julian Hofacker glänzt gegen Erdmannhausen mit einem Viererpack. Foto: Avanti/Archiv

Affalterbach und Murr teilen sich die Punkte, Höpfigheim kassiert erste Niederlage in der Rückrunde und Remis bringt Pleidelsheim im Kellerduell nicht weiter

Spät, aber wohl nicht zu spät, scheinen die Fußballer vom TSV 1899 Benningen im Kampf um den Verbleib in der Kreisliga A1 Enz-Murr doch noch die Kurve bekommen. Nachdem der Ex-Bezirksligist als Tabellenletzter überwintert hatte, gelang ihm nur der zweite Sieg in Folge, mit dem er sich in der Tabelle erneut einen Rang nach oben schob. Nach ganz wildem Ritt gewann der TSV beim GSV Erdmannhausen mit 6:5 (4:3). „Es war ein Spektakel, denn es herrschte auf beiden Seiten Tag der offenen Tür in den Abwehrreihen“, musste Benningens Trainer Gianni Bellarosa nach der nervenaufreibenden Begegnung erst einmal tief durchatmen.

 

Schon mit 6:3 hatte sein Team 20 Minuten vor dem Abpfiff geführt, doch ehrgeizige Hausherren, in deren Offensive mit Luca Heusel, Nick und Moritz Rath drei besonders motivierte ehemalige Benninger standen, gaben nicht so schnell klein bei. „Erdmannhausen hat vorne einfach ein unglaubliche Qualität“, zog Bellarosa seinen Hut.

Taktischer Schachzug von CoachGianni Bellarosa zahlt sich aus

Der erfolgreichste Stürmer des Nachmittags stand jedoch in seinem eigenen Team: Benningens spielender Co-Trainer Julian Hofacker glänzte als vierfacher Torschütze (18., 41., 69., 71) und hatte maßgeblichen Anteil am Auswärtsdreier. Erst seit der Vorwoche bietet Bellarosa den gelernten Angreifer wieder auf seiner Stammposition auf. Zuvor war dieser als erfahrener Ankerspieler in der jungen TSV-Elf meist in defensiverer Rolle gefragt. „Das ist nun einmal das Los eines vielseitigen Spielers. Nachdem uns Angelo de Capua aber lange ausfällt, mussten wir vorne etwas machen“, erklärt Bellarosa seinen Schachzug. Robin Fleischmann und ein GSV-Eigentor sorgten für die weiteren Tore seines Teams. Für Erdmannhausen hießen die Torschützen Luca Heusel, Volker Braun, Moritz und Nick Rath sowie Leon Sebastian. Trotz des Erfolgs bleiben die Benninger aber auf einem Abstiegsrang. Vier Punkte sind es im Moment zum rettenden Ufer.

Dagegen ging der GSV Höpfigheim erstmals in der Rückrunde als Verlierer vom Platz. Beim FSV Oßweil unterlag man mit 2:3 (0:2). „Oßweil ist auf seinem kleinen Kunstrasen mit seinen langen Bällen einfach schwer zu bespielen“, räumte GSV-Trainer Thomas Lembeck ein. Zwei Aussetzer in der Defensive ließen seine Elf zur Pause 0:2 zurückliegen. Tim Wägerle (47.) und Kevin Schwerthalter (56.) brachten die Höpfigheimer jeweils wieder auf ein Tor heran, doch mehr sprang nicht heraus. Somit fiel der GSV wieder auf den Relegationsplatz zurück.

Torlos endete das Gastspiel des GSV Pleidelsheim II im Kellerduell beim SV Kornwestheim II. Die Punkteteilung hilft aber keinem der beiden auf Abstiegsplätzen rangierenden Teams weiter.

Remis im Kellerduell bringt den GSV Pleidelsheim II nicht voran

„In der Anfangsphase sind wir dreimal frei vor dem gegnerischen Torwart aufgetaucht, treffen aber nicht. Der Torabschluss bleibt leider unser Manko. Später haben wir uns dann dem Niveau des Gegners angepasst“, war GSV-Trainer Gert Ranzinger vom fußballerischen Niveau der Nullnummer alles andere als angetan.

Mit 2:2 (2:2) haben sich im Duell der Tabellennachbarn der Vierte TSV Affalterbach und der drittplatzierte SGV Murr getrennt. „Ein gutes Spiel auf hohem Niveau“, sah TSV-Coach Dennis Grab, der aber einräumte, dass seine Elf in der Schlussphase gegen auf den Sieg drängende Murrer auch etwas Glück hatte.

Die Treffer fielen allesamt schon vor der Pause: Affalterbach ging schnell durch einen Doppelschlag (6./7.) mit 2:0 in Führung. Katriel Lovaglio per Elfmeter und Jannik Stephan waren für den TSV erfolgreich. „Danach hatten wir aber mehr von Spiel, auch wenn Affalterbach stets griffig blieb“, berichtete SGV-Trainer Ben Blümle. Christian Krauß (29.) und Daniel Lischka (40.) sorgten für den 2:2-Ausgleich, der bis zum Abpfiff Bestand hatte.

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