Einen Rückschlag erlebten den SV Kornwestheim II und Coach Tim Waida durch das 0:0 in Kellerduell. Foto: Avanti/Archiv
Warum Drita-Coach Spetim Muzliukaj nach 6:4 gegen den SV Gebersheim das Ende der Fastenzeit herbeisehnt und der SV Kornwestheim II nur einen Punkt im Kellerduell holt.
Marek Lantz
09.03.2026 - 18:00 Uhr
Weiterhin Tore satt fallen derzeit bei den Auftritten der Fußballer von Drita Kosova Kornwestheim. Nach der 4:5-Heimniederlage in der Vorwoche schlug die Mannschaft um Spielertrainer Spetim Muzliukaj am Sonntag in der Kreisliga A2 Enz-Murr den SV Gebersheim mit 6:4 (4:1). Dabei sah Drita lange wie der sichere Sieger aus, kam aber in der Endphase der Begegnung noch einmal so richtig in Bedrängnis. Elvis Gashi hatte mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags nach genau einer Stunde Spielzeit auf 5:1 erhöht und der Drops schien für seine Mannschaft eigentlich bereits gelutscht
„Die Jungs sind aber gerade etwas neben der Spur. Wie in der Vorwoche spielen wir gleich zu Beginn starke 20 Minuten, aber dann kommt nicht mehr viel. Schon nach dem 3:0 habe ich kein Leben mehr bei uns gesehen“, räumte Muzliukaj nach dem Abpfiff der Partie ein.
Drita kassiert zu viele Gegentore und Fastenzeit schwächt die Spieler
Folglich kamen eigentlich harmlose Gebersheimer in der Schlussminute wieder auf 4:5 heran und der nächste Rückschlag für Drita im engen Aufstiegsrennen mit der Spvgg Renningen drohte – aber dann stellte Adrian Thaqi in der fünften Minute der Nachspielzeit den Dreier sicher. Zuvor hatten Berkan Yürükoglu, Sermin Zekjiri und der Spielertrainer selbst für die Kornwestheimer getroffen.
Was die Gründe für den zweiten schwächeren Auftritt in Folge angeht, hat Muzliukaj einen ganz konkreten Verdacht: „Sieben bis acht meiner Spieler fasten gerade wegen des Ramadans. Das kann ein Grund, darf aber keine Ausrede sein.“
TSC-Coach Burak Demirel kritisierte die Fehlerhaftigkeit im Spiel seines Teams. Foto: Peter Mann
Liegt er richtig, könnte es auch am kommenden Sonntag gegen den KSV Renningen noch einmal kitzlig werden, denn erst in der Woche darauf endete die muslimische Fastenzeit. In der Tabelle übernahm Drita zwar wieder die Spitze, profitierte jedoch davon, dass Rivale Spvgg Renningen diesmal spielfrei war.
In der Parallelstaffel der Kreisliga A1 unterlag der TSC Kornwestheim bei Abstiegskandidat TSV Asperg mit 3:6 (2:4) und will in der Rückrunde einfach nicht richtig in Tritt kommen. „Viel zu viele individuelle Fehler“ bemängelte Kornwestheims Spielertrainer Burak Demirel und befand: „Wir sind selbst schuld an der Niederlage und müssen endlich aufwachen.“ Aziz Erbas hatte die frühe TSC-Führung erzielt (9.), doch schon im direkten Gegenzug glich Asperg wieder aus.
Der TSC Kornwestheim fällt in der Tabelle auf Rang zehn zurück
Später ließen zwei Treffer von Torjäger Carmine Pescione (42., 61.) den TSC zwar wieder auf 3:4 herankommen, doch erneut konterte Asperg postwendend mit den vorentscheidenden 5:3 (63.). Die Kornwestheimer fielen damit in der Tabelle auf den zehnten Rang zurück. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt noch sieben Punkte. Gesichert ist der Klassenverbleib von Demirels Team also noch lange nicht.
Torlos endete das Kellerduell in der Kreisliga A1 zwischen dem SV Kornwestheim II und dem GSV Pleidelsheim II. Die SVK-Zweite versäumte es damit, nach dem Vorwochendreier nachzulegen und fiel damit wieder auf den vorletzten Platz in der Tabelle zurück. Damit liegt die Mannschaft von Trainer Tim Waida fünf Zähler hinter den rettenden Ufer.