Kreisliga A1 Enz/Murr Für den SGV Murr beginnt der Aufstiegs-Dreikampf

Marius Brecht (rechts) ist mir seinem SGV Murr auf Aufstiegskurs. Foto:  

Die Punkte stimmen, aber die Leistung noch nicht immer. Der SGV Murr will endlich den Aufstieg in die Bezirksliga feiern. Der Kampf an der Spitze ist eng.

Wie gewohnt mischen die Fußballer des SGV Murr auch in der Saison 2025/26 kräftig an der Spitze der Kreisliga A1 Enz-Murr mit. Tabellendritter ist der Vorjahreszweite nach der ersten Halbserie. Mit nur zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter TSV Grünbühl ist für den SGV noch alles möglich: Endlich der direkte Aufstieg als Meister, wieder in die Relegation wie schon im letzten Jahr oder auch leer ausgehen als Dritter. Denn das Trio an der Spitze, das der Zweitplatzierte VfB Neckarrems 1913 komplettiert, hat sich schon deutlich vom Rest der Liga abgesetzt. Acht Zähler liegt der TSV Affalterbach als Vierter bereits hinter dem SGV zurück. „Das ist schon ein deutlicher Rückstand. Die drei da vorne dürften es unter sich ausmachen“, glaubt Murrs Trainer Ben Blümle.

 

Bis zum zwölften der absolvierten 15 Spieltage lag seine Elf sogar ganz vorne, ehe man gegen Neckarrems und den TSC Kornwestheim wertvollen Boden verlor. „Vor allem das Heimspiel gegen den TSC müssen wir eigentlich gewinnen“, sagt Blümle im Rückblick, resümiert aber dennoch: „Mit der Punktausbeute kann man insgesamt zufrieden sein.“

Luft nach oben was Konstanz betrifft

Mit den gezeigten Leistungen, dieses „Aber“ schwingt in seinem Fazit schon ein wenig mit, jedoch nicht immer so ganz. „Da gibt es doch noch einige Luft nach oben. Vor allem, was die Konstanz anbelangt. Die Chancenverwertung und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor sind in diesem Jahr bei uns schon ein Thema“, erzählt der Coach. Zwar trifft Murrs langjähriger Goalgetter Christian Krauß, der sich mit bislang 18 Treffern wie alljährlich wieder in der Spitzengruppe der Torjägerliste der A1-Staffel einsortiert, „konstant wie immer“ (Blümle), doch hinter ihm klafft diesmal eine gewisse Lücke. „Genug Chancen waren aber in jedem Spiel da. Erst wenn das nicht so wäre, würde ich mir wirkliche Sorgen machen“, urteilt der SGV-Trainer.

Keine nennenswerte Rolle spielte aus seiner Sicht der im Sommer erst im Relegationsfinale gegen den mittlerweile die Bezirksliga aufmischenden TSV Heimsheim knapp verpasste Aufstieg, nach dem manches Team aus purer Enttäuschung wohl erst einmal in ein tiefes Loch gefallen wäre. „Das sehe ich bei uns gar nicht. Eine Rolle hat vielleicht eher unsere gute letzte Saison gespielt. Deshalb hatte vielleicht diesmal Mancher das Gefühl, dass es schon von alleine laufen würde. Dann hat die nötige Spannung gefehlt und wir haben uns oft in der ersten Halbzeit schwergetan“, merkt Blümle an.

A-Junior Felix Martenka soll ans Team herangeführt werden

Personell hat sich in der Winterpause in seinem Kader kaum etwas getan. Lediglich Ersatztorwart Ermin Sejdovic, der beruflich stark eingespannt ist und schon im Herbst kaum noch zur Verfügung stand, kann als Abgang gelten.

Externe Neuzugänge gibt es nicht, langsam an die SGV-Erste herangeführt werden soll in der Rückrunde aber A-Junior Felix Martenka. Aus dem Lazarett dürfte zudem Tim Dettling in absehbarer Zeit zurückkehren, während hingegen Timm Haussers Leistenprobleme noch immer nicht ausgeräumt sind.

Da das Heimspiel gegen Dersim Ludwigsburg zum Rückrundenauftakt wegen des Murrer Faschingsumzugs um eine Woche auf den 8. Februar vorgezogen wurde, bat Blümle seine Mannschaft schon ungewöhnlich früh in der zweiten Januarwoche zum ersten Training. „Die Pause war kurz, aber damit müssen wir leben“, will sich der Coach damit jedoch nicht weiter aufhalten. Zumal der Terminkalender einen angenehmen Nebeneffekt hat: Mit einem Sieg gegen Dersim könnte man vorerst die Tabellenführung übernehmen und Druck auf die Konkurrenz aus Grünbühl und Neckarrems ausüben. „Genau das ist der Plan“, lacht Blümle und formuliert ganz offensiv: „Wir sind heiß, werden alles reinwerfen und wollen angreifen.

Direkte Duelle werden über den Aufstieg entscheiden

Schließlich haben wir schon lange genug bewiesen, dass wir ganz oben mitmischen können.“ Einen klaren Favoriten im Aufstiegsdreikampf sieht der SGV-Coach jedoch nicht, zumal die beiden Kontrahenten aus seiner Sicht kaum zu vergleichen sind. „Grünbühl hat eine ausgebuffte Truppe und einige alte Haudegen. Neckarrems ist dagegen eine junge Mannschaft, die viel Geschwindigkeit mitbringt“, lautet seine Einschätzung. Wichtig im Aufstiegsrennen, davon ist Blümle überzeugt, werden wohl die direkten Duelle mit den Rivalen. „Schon im zweiten Spiel geht es für uns gegen Grünbühl. Darauf wird es ankommen“, sagt er.

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