Kreisliga A1 Enz/Murr Schlimmstenfalls steigen sechs Teams aus der Kreisliga A 1 ab
In der Kreisliga A 1 Enz/Murr sind diverse Abstiegsszenarien möglich. Der SGV Murr liegt nach 4:2 gegen Erdmannhausen nur noch sechs Punkte hinter dem Spitzenduo.
In der Kreisliga A 1 Enz/Murr sind diverse Abstiegsszenarien möglich. Der SGV Murr liegt nach 4:2 gegen Erdmannhausen nur noch sechs Punkte hinter dem Spitzenduo.
Viele Wenns und Abers gibt es in diesem Frühjahr im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A1 Enz-Murr. Eigentlich sieht die Planung vor, dass es vier direkte Absteiger gibt und der Fünftletzte in die Relegation muss. Aktuell wäre dies der GSV Höpfigheim als Zwölfter. In Reichweite haben die Höpfigheimer zwar noch den TSV Asperg, doch schon zum Tabellenzehnten GSV Erdmannhausen klafft eine beträchtliche Sieben-Punkte-Lücke. Mit Blick auf die Bezirksliga droht den Kellerkindern auf den letzten sechs Plätzen der A1-Staffel jedoch Ungemach, denn mit dem TV Pflugfelden sowie dem AKV Ludwigsburg stehen dort zwei Absteiger so gut wie fest – und auch der SV Pattonville ist hochgradig gefährdet. Dieses Trio wäre nach lokalen Gesichtspunkten in die A1-Staffel einzugliedern. Kommen jedoch drei Teams herunter, erhöht sich in dieser normalerweise automatisch die Anzahl der Absteiger. Schlimmstenfalls trifft es also sogar das komplette Sextett.
Bewegung kann aber auch noch dadurch entstehen, dass sich beide Ludwigsburger Vereine regelmäßig zweistellige Klatschen einfangen und es nicht gesichert ist, ob sie die Runde überhaupt zu Ende bringen. Fällt ein Team aus der Wertung, wird es automatisch in die Kreisliga B versetzt – und es gäbe wieder einen Absteiger weniger sowohl in die, als auch aus der A1-Staffel. Unklar ist zudem, ob der Fußball-Bezirk im worst case eine harte Linie fahren würde oder eine aufgeblähte Kreisliga A1 zulässt.
Bei so vielen offenen Fragen bleibt den Kellerkindern nichts anderes übrig, als möglichst viele Punkte zu holen. Genau das macht der zwischenzeitlich schon totgesagte TSV 1899 Benningen, der mit dem 2:1 (2:0) gegen die SGM Hochberg/Hochdorf seinen dritten Sieg in Folge einfuhr. „Wir haben wenig zugelassen und effektiv unsere Chancen genutzt“, resümierte TSV-Trainer Gianni Bellarosa. Robin Fleischmann per Volleyabnahme (28.) und Julian Hofacker per Kopf nach einer Ecke (45.) waren erfolgreich. Nach dem 1:2 (84.) wurde es noch einmal kitzlig, doch der TSV brachte den Dreier ins Ziel und liegt nur noch einen Zähler hinter dem möglichen Relegationsplatz.
Nichts fürs Punktekonto tat hingegen der GSV Höpfigheim, der mit 2:4 (1:3) gegen den Tabellenvierten TSV Affalterbach verlor. „Sie hatten die reifere Spielanlage“, räumte GSV-Coach Thomas Lembeck ein. Sein Gegenüber Dennis Grab hatte es ebenso gesehen: „Reif runtergespielt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, bescheinigte er seiner Elf, die mit Toren von Giuseppe Lovaglio unmittelbar vor und Dominik Janzer direkt nach der Halbzeit entscheidend auf 4:1 davonzog. Hinzu kamen ein GSV-Eigentor und Jannik Walters 1:0. Für Höpfigheim trafen Kevin Schwerthalter und Christian Kreutter.
„Zwei verlorene Punkte“ beklagte Coach Gert Ranzinger vom GSV Pleidelsheim II nach dem 2:2 (2:1) im Kellerduell gegen den TSV Asperg, und monierte die mangelnde Effektivität seiner Elf: „Das Chancenverhältnis war doch 12:4“, stöhnte er. Lukas Klein und Marcel Ott (16., 18.) hatten zwar per Doppelschlag auf 2:0 gestellt, doch am Ende musste man sich mit einem Remis begnügen. Einen 4:2 (2:1)-Heimsieg verbuchte der SGV Murr gegen den GSV Erdmannhausen. „Die Standards haben es für uns entschieden“, konstatierte Murrs Trainer Ben Blümle, denn alle vier Treffer seines Teams fielen nach ruhenden Bällen. „Da sind sie einfach stark. Spielerisch haben wir mitgehalten“, fand Alexander Berg, der Spielertrainer der Gäste. Christian Krauß (8.), Robin Siedler (19.), David Höhn (50.) und Felix Sossalla (77.) trafen für Murr bei Gegentoren von Moritz Rath (14.) und Luis Stiegler (47.). In der Tabelle ist der drittplatzierte SGV damit wieder bis auf sechs Punkte an die Spitze herangerückt.