Kreuzung Doggenburg in Stuttgart-Nord Die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren

Von Eva Funke 

Bis zum kommenden Frühjahrsoll die gefährliche Kreuzung Doggenburg im Stuttgarter Norden sicherer sein. Wegen Corona haben sich die drei Millionen Euro teuren Umbauarbeiten verzögert.

Im Kreuzungsbereich Doggenburg wird der Asphalt erneuert Foto: Eva Funke
Im Kreuzungsbereich Doggenburg wird der Asphalt erneuert Foto: Eva Funke

Stuttgart-Nord - Wegen der Corona-Pandemie musste der Start für den Umbau der Kreuzung Doggenburg von Anfang April auf Ende Mai verschoben werden. „Statt wie geplant zum Jahresende können die Arbeiten deshalb erst im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden“, sagt Cornelia Virag vom städtischen Tiefbauamt. Doch jetzt, in den Sommerferien, schaffen die Arbeiter auf Hochtouren. Ein halbes Dutzend Männer sind täglich auf der Baustelle, um die gefährliche Kreuzung, an der sich Straßen Am Kräherwald, Lenzhalde, Herdweg und Feuerbacher Heide treffen, sicherer zu machen. Die Kosten für das Mehr an Sicherheit liegen bei drei Millionen Euro.

Los gingen die Arbeiten mit dem Rückbau der Grünflächen. Außerdem ist der Gehweg bei der Lenzhalde teilweise bereits erneuert. Derzeit wird der Einmündungsbereich der Feuerbacher Heide umgebaut. „Weil der Straßenaufbau im Kreuzungsbereich nicht in Ordnung ist, werden 60 Zentimeter Asphalt und Schotter ab- und dann wieder aufgebaut. Die Entwässerung muss angepasst und die unterirdischen Leitungen für die Ampeln verlegt werden“, stellt Virag fest.

Behinderungen sind möglich

Während der Arbeiten in den Sommerferien kann es zu Behinderungen kommen. Die Feuerbacher Heide ist komplett gesperrt, Busse werden umgeleitet. Anlieger können die Feuerbacher Heide jedoch aus den anderen Richtungen anfahren. Die Einbahnregelung wird aufgehoben und entfallene Stellflächen zum Parken werden wieder zur Verfügung gestellt. Noch bis zum 13. August kann der Verkehr in beide Richtungen wieder auf der Straße Am Kräherwald fließen. Nach den Sommerferien wird der Verkehr vom Birkenkopf über die Feuerbacher Heide geführt

Sicherer soll die Kreuzung unter anderem dadurch werden, dass die Linkseinbiegespur von der Lenzhalde in die Straße Am Kräherwald auf die andere Seite des denkmalgeschützten Wartehäuschens verlegt und die Straße Feuerbacher Heide im Einmündungsbereich zur Lenzhalde verengt wird.

Stadtauswärts wird in der Lenzhalde ein Radweg markiert, der parallel zur Linksabbiegespur auf die Rot-Gelb-Ampel führt. Durch die dort vorgezogene Haltelinie können die Radfahrer vor den Autos links auf die Straße Am Kräherwald abbiegen oder geradeaus fahren und auf den Geh- und Radweg wechseln. Über die Straße Am Kräherwald gibt es einen neuen Fußgängerüberweg, der durch eine Ampel reguliert werden wird.

Als die Pläne für den Umbau im Bezirksbeirat vorgestellt wurden, lehnte das Gremium mit sechs Stimmen dafür und sechs Stimmen dagegen den so geplanten Umbau ab. Ein Argument war, dass die Chance auf eine Reduzierung des Verkehrs vertan sei. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik des Gemeinderats. stimmte der Maßnahme hingegen zu.

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