1200 Menschen aus der Ukraine sind schon untergebracht. Der Landkreis möchte weitere Unterkünfte in Hallen und Hotels aufbieten.
Seit dem Überfall Wladimir Putins auf die Ukraine sind schon mehr als 1200 Geflüchtete im Kreis Böblingen angekommen. Rund zwei Drittel sind laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes von Privatleuten aufgenommen worden. „Die private Hilfsbereitschaft war uns allen bekannt, aber wie groß sie ist, das ist nun sehr, sehr beeindruckend“, betont Landrat Roland Bernhard. Viele der Geflüchteten seien bei Freunden, Bekannten oder Verwandten aufgenommen worden. „Viele“, so der Landrat, „haben aber auch einfach fremde Menschen zu sich genommen, um zu helfen.“
Etwa 400 Menschen, die durch die russischen Kriegshandlungen aus ihrem Land vertrieben worden sind, wurden in Unterkünften der Städte und Gemeinden sowie des Landkreises untergebracht. Derzeit bereite sich der Landkreis mit Hochdruck darauf vor, die eigenen Unterbringungsplätze aufzustocken. „Unter Einbeziehung aller Unterkünfte, der Schulsporthallen und angemieteter Hotelzimmer können wir bis Anfang Mai rund 1000 Plätze zur Verfügung stellen“, erklärt der Landrat.
„Die Bereitschaft der Menschen, privaten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, wird am Ende vielleicht der Schlüssel sein, dass wir diese Krise meistern“, erklärt der Landrat. Es werde sichtbar, dass es funktioniere, leer stehenden Wohnraum anzubieten.
Hotline Der Landkreis hat auf seiner Homepage Infos gebündelt, die erklären, wo sich die Menschen melden können, wie der Leistungsbezug funktioniert und vieles mehr. Auch Informationen über die Corona-Impfung auf ukrainisch und russisch gibt es. Wer Menschen aufnehmen oder Wohnraum zur Verfügung zu stellen möchte, kann sich beim örtlichen Rathaus oder bei der Hotline des Landkreises melden (Telefon 0 70 31/663 38 38 oder per Mail an ukraine@lrabb.de) . Wer spenden möchte, kann das zentrale Spendenkonto des Landkreises Böblingen nutzen („Spendenkonto Ukrainehilfen“, Kreissparkasse Böblingen, IBAN DE05 6035 0130 0001 1320 49).