Krimi auf den Fildern Die Inspiration kommt aus dem Alltag

Von Denise Kupka 

Der Schriftsteller Thilo Scheurer hat den Kriminalroman „Fildermädchen“ veröffentlicht. Wir haben mit ihm gesprochen und erfahren, woher er seine Inspiration nimmt.

Thilo Scheurer beim Signieren eines seiner Bücher Foto: z/privat
Thilo Scheurer beim Signieren eines seiner Bücher Foto: z/privat

Filder - Das Ungeheuerliche spielt auf der Filderebene: Ein zehnjähriges Mädchen verschwindet auf seinem Schulweg. Die Kleidung des Mädchens wird Tage später entdeckt, sie sind mit Einstichen und Blutspuren übersät. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Allerdings wird die Leiche nicht gefunden. Jahre später soll der Fall wieder aufgerollt werden. Der Oberkommissar Sebastian Franck wird an der Schule des Mädchens als Lehrer eingesetzt, um verdeckt zu ermitteln.

Thilo Scheurer, ein Autor, der 1964 geboren ist und in einer Kleinstadt am Rande des Schwarzwaldes lebt, hat den Kriminalroman „Fildermädchen“ veröffentlicht. Der Roman ist sein sechstes Buch. Die Besonderheit seiner Bücher: Sie spielen alle in und um Stuttgart. So hat er auch schon einen Krimi geschrieben, der im Rotlichtbezirk, dem Leonhardsviertel, spielt. „Die Orte in meinen Romanen kenne ich persönlich“, erklärt Scheurer. Geboren und aufgewachsen ist der Autor in Rottweil, in Stuttgart hat er studiert. „Ende der 80er Jahre habe ich für zwei Jahre in der Landeshauptstadt gelebt“, sagt er. In seinen Büchern versucht er stets, eine Szene an einem Ort spielen zu lassen, an den er sich gut erinnern kann.

Inspiration kommt aus dem Alltag

„Die Inspiration für die Geschichten finde ich in unterschiedlichen Alltagssituationen“, sagt er. „Das kann eine Person an einer Bushaltestelle im Morgengrauen, der Bericht über einen Computervirus oder derzeit der Bau des Testturms in Rottweil sein.“ Meist spinnt er dann im Kopf eine kleine Geschichte drum herum und versucht, diese zu Papier zu bringen. Der Weg von der Idee bis hin zu dem fertigen Buch sei aber stets ein langer Weg, der aus vielen Gesprächen besteht. „Nach einigen Diskussionen mit Frau, Freunden und Verlag entsteht daraus ein fertiges Exposé mit Anfang und Auflösung“, sagt er. Dies seien allerdings nur Fixpunkte. Die Szenen entstünden erst beim Schreiben: „Bis die Geschichte dann fertig geschrieben ist, vergeht meist ein halbes Jahr, manchmal auch etwas mehr,“ sagt der Schriftsteller.

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