24 Mal haben Banden im vergangenen Jahr einen Geldautomaten gesprengt. Ein Jahr zuvor waren es noch 41 Fälle gewesen. Ihre Beute war insgesamt trotzdem höher.

Meistens kommen sie in der Nacht und sorgen für einen gewaltigen Lärm und große Schäden – die Rede ist von jenen Banden, die Geldautomaten sprengen. Die Zahl der Vorfälle ist 2021 um 41,5 Prozent zurückgegangen, wie es in einer am Donnerstag in Stuttgart veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hieß.

Demnach waren 2021 insgesamt 24 Fälle gezählt worden. 2020 waren es noch 41 Fälle. Im vergangenen Jahr machten die Diebe eine Beute von 2,07 Millionen Euro. 2020 waren es 1,7 Millionen Euro. Angaben zur Frage, warum mehr Beute bei weniger Sprengungen gemacht wurde, gab es nicht. Im Zuge der Ermittlungen könne es zu Änderungen der Schadenshöhe kommen, sobald die genauen Füllstände der betroffenen Automaten bekannt würden. Alleine die Sparkassen im Südwesten betreiben über 2000 Geldautomaten.

Der FDP-Politiker Nico Weinmann sagte: „Der Sprengstoffeinsatz in und an teils bewohnten Gebäuden stellt ein enormes Risiko für die Bewohner wie auch für zufällig in die Szenerie geratende Passanten dar.“