Kriminelle junge Flüchtlinge in Mannheim Auch eine Stadträtin wurde bestohlen

Von Johanna Eberhardt 

Kriminelle Gruppen junger Flüchtlinge, die nach Einschätzung der Polizei ihren Lebensunterhalt durch Diebstähle bestreiten, machen Mannheim unsicher. Nach Einschätzung der Behörden greifen auch Hilfsangebote nicht. Das Stuttgarter Innenministerium hat Hilfe zugesagt – konkrete Angebote fehlen aber.

Drogenrazzia in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Mannheim im Mai 2015. Seit einigen Wochen sind es jedoch vor allem minderjährige Flüchtlinge, die  der Stadt Probleme machen. Foto: dpa
Drogenrazzia in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Mannheim im Mai 2015. Seit einigen Wochen sind es jedoch vor allem minderjährige Flüchtlinge, die der Stadt Probleme machen. Foto: dpa

Mannheim - Vor kurzem hat es sogar eine Stadt­rätin erwischt: Ihr wurde mitten im Stadtverkehr die Tasche aus dem Fahrradkorb gestohlen. So wie der Kommunalpolitikerin ist es in jüngster Zeit vielen in Mannheim ergangen. Seit dem Frühling 2015 machen wechselnde Gruppen junger Flüchtlinge die Stadt unsicher. Allein­ 603 Diebstähle aus Fahrradkörben hat die Polizei von Januar bis November registriert­, die nach Einschätzung der Ermittler zu „weit über 90 Prozent“ auf das Konto jugendlicher­ Ausländer gehen.