Kritik an russischem Priester Mutter schaltet nach rabiater Taufe Polizei ein

Von red/dpa 

Mehrmals drückt der Priester den Einjährigen rabiat unter Wasser, die Mutter will einschreiten. Die Russisch-Orthodoxe Kirche in Russland äußert sich empört über den Fall.

Eine rabiate Taufe in Russland sorgt für Schlagzeilen. Foto: vmedia84 / Adobe Stock
Eine rabiate Taufe in Russland sorgt für Schlagzeilen. Foto: vmedia84 / Adobe Stock

St. Petersburg - Die Russisch-Orthodoxe Kirche in Russland ist empört, weil einer ihrer Priester bei einer Taufe sehr rabiat mit einem schreienden Kind umgegangen sein soll. So etwas sei inakzeptabel, hieß es in einer Mitteilung des Moskauer Patriarchats der Agentur Tass zufolge. Zu dem Vorfall soll es am Wochenende in einer Kirche der nordrussischen Stadt Gattschina gekommen sein.

Priester drückt Kind rabiat ins Wasser

Das St. Petersburger Online-Portal Fontanka veröffentlichte dazu ein Video, das zeigt, wie der ein Jahr alte Junge bereits vor der Taufe laut weint. Dann nimmt ihn der Priester, taucht ihn ins Wasser, zerrt ihn regelrecht aus dem Becken heraus und drückt ihn dann rabiat erneut ins Wasser. Daraufhin versucht die Mutter, ihr Kind an sich zu nehmen. Der Geistliche wehrt sich aber dagegen, drückt seine Hand aufs Gesicht des Täuflings und taucht ihn erneut ins Wasser.

„Der Junge schrie. Ich hatte Angst, rannte los“, sagte die Mutter dem Portal. Ihr Kind habe Kratzer an Schulter und Nacken. Sie habe auch die Polizei eingeschaltet. Der Pfarrer erklärte demnach, der Junge habe kein Wasser geschluckt. Er diene der Kirche seit 26 Jahren - „und versuche, immer so zu taufen“. Die Russisch-Orthodoxe Kirche will den Fall nun untersuchen und womöglich Konsequenzen ziehen.