Kritik zu „Last One Laughing“ auf Amazon Lachen verboten – Comedyshow geht in die nächste Runde

Anke Engelke, Tahnee, Michael Bully Herbig, Martina Hill, Kurt Krömer, Max Giermann, Tommi Schmitt und Bastian Pastewka zeigen sich bei der Premiere der zweiten Staffel der Comedyshow  „LOL: Last One Laughing“ (von links nach rechts). Foto: dpa/Felix Hörhager
Anke Engelke, Tahnee, Michael Bully Herbig, Martina Hill, Kurt Krömer, Max Giermann, Tommi Schmitt und Bastian Pastewka zeigen sich bei der Premiere der zweiten Staffel der Comedyshow „LOL: Last One Laughing“ (von links nach rechts). Foto: dpa/Felix Hörhager

Zum zweiten Mal ringen zehn Comedians in der Amazon-Show „LOL: Last One Laughing“ um Fassung und 50.000 Euro. Ist das noch witzig?

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Stuttgart - Das Essen einer Banane ist nun wirklich keine lustige Angelegenheit. Als sich aber der Comedian Max Giermann („Switch Reloaded“) in Staffel zwei von „LOL: Last One Laughing“ das krumme Ding in die mit einem zahnärztlichen Lippenspreizer schmerzhaft auseinandergezogene Gesichtsmitte quetscht und mit gebleckter Kauleiste das Fruchtfleisch zerhackt, gibt es kein Halten mehr.

Doch wer schon die erste Staffel der beim Streaming-Anbieter Amazon Prime ausgestrahlten Comedy-Show gesehen hat, weiß, dass jedes noch so kleine Grinsen und Giggeln zum Ausschluss der Teilnehmer aus der Show führt. Und das will natürlich niemand der weiteren neun Mitspieler unter strenger Beobachtung von Moderator Bully Herbig riskieren. Der sitzt in sicherer Entfernung in einem Kontrollraum und zeichnet das Treiben im Studio mit Hilfe von vierzig Kameras auf.

Diese Promis sind dieses Mal dabei

Neben Giermann albern Anke Engelke, Kurt Krömer, Bastian Pastewka, Klaas Heufer-Umlauf, Annette Frier, Larissa Rieß, Martina Hill, Tommi Schmitt und Tahnee Schaffarczyk um die Wette. Wer zuerst zweimal lacht, fliegt nicht nur von der Bühne, sondern verliert auch die Chance auf den Gewinn von 50.000 Euro, der einem wohltätigen Zweck zugute kommt. Das Konzept ist so einfach wie genial und wurde wie das noch wesentlich verrücktere Gameshow-Format „Takeshi’s Castle“ einst in Japan, dem Mutterland des bizarren Humors, entwickelt.

Beim hiesigen Publikum kam die erste Staffel des deutschen Ablegers so gut an, dass Amazon nur sechs Monate nach der Erstausstrahlung eine zweite Staffel hinterher schiebt, eine dritte ist bereits ausgemachte Sache. In sechs Folgen á 30 Minuten kalauern die Meister-Komiker und Komikerinnen nun, was deren Improvisationskünste so hergeben.

Nicht immer auf höchstem Niveau

Zugegeben, das ist nicht immer allererstes Niveau, doch der Reiz der Blödelrevue liegt vor allem darin, den Spaßmachern in die wild entschlossenen Gesichter zu sehen, auf keinen Fall loszulachen. Und das fällt allen sichtlich schwer, wenn Tahnee Schaffarczyk mit quäkiger Sponge-Bob-Stimme über Lauch plappert, Bastian Pastewka mit quietschenden Zahn-Geräuschen an seiner Tabakpfeife saugt und sich die Zunge rasiert oder Klaas Heufer-Umlauf zur Ablenkung hektisch Whisky in sich hineinkippt.

Zwar sind prominente Gäste wie Rick Kavanian und der berühmt-berüchtigte Geräusche-Imitator Michael Winslow („Police Academy“) zum Schießen, das verzweifelte Gesichtsgulasch der Comedy-Profis übertrifft aber wirklich jeden wohl überlegten Gag.

Die ersten beiden Folgen sind ab sofort auf Amazon verfügbar, am 8. sowie am 15. Oktober werden jeweils zwei weitere Episoden freigeschaltet.




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