Kritik zum ARD-Tatort Ein sinnloses Herumgerenne

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Im „Tatort: Die ewige Welle“ aus München taucht Kommissar Leitmayr tief in seine eigene Vergangenheit ein. Ein alter Freund entpuppt sich als Drogendealer.

Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) erinnert sich an alte Zeiten und wird mit Jugendsünden konfrontiert. Foto: BR/ 17 Bilder
Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) erinnert sich an alte Zeiten und wird mit Jugendsünden konfrontiert. Foto: BR/

München - Die Handlung in zwei SätzenEin reifer Surfer und Jugendfreund Leitmayrs (Udo Wachtveitl) dealt mit Drogen, damit die Tochter Medizin studieren kann. Das Münchner Duo ermittelt am Surferparadies Eisbach und in der Vergangenheit des jungen Franz, der damals Francesco hieß.

Zahl der Leichen Drei – zwei davon ermordet, der dritte Tote ist der zugrunde gegangene Surfer.

Verklärt In Bayern hätte wohl kaum eine Chance auf eine Karriere im Morddezernat, wer in seiner wilden Hippiezeit spätere Kollegen als Bullen beschimpft und mit Drogen erwischt wird. Ein bisschen weniger dick aufgetragen hätte es da getan.

Verrannt Der Film ist eine Hetzjagd, bei der niemand den Weg findet. Wenn dann noch Dinge wie eine Luxussanierung ins Spiel kommen, die mit dem Fortgang der Handlung nichts zu tun hat, wird es zäh.

Verbraucht Erst neulich schwitzte und litt Andreas Lust im Freiburger „Tatort“. Man wünscht ihm am nächsten Set allzeit eine Dusche, einen Satz saubere Klamotten und ein wohlriechendes Deo.

Vergeblich „Franz, möchtest du vielleicht auch ein bisschen mitmachen?“, fragt ein überzogen alternder Ivo Batic (Miroslav Nemec). Das klingt fast wie ein Aufruf, das Heft der Handlung in die Hand zu nehmen. Aber das klappt leider nicht.

Unser Fazit Auch treueste Fans des in Ehren ergrauten und immer noch brillanten Duos wünschen sich eines der illegalen Schmerzpflaster, mit denen im Film gedealt wird, um die durchzustehen.

Spannung Note 5; Logik Note 4